Interview mit Jeff Hobbs, CTO bei ActiveState

Komodo 9 veröffentlicht – Programmieren wird „entschieden ployglotter“

Coman Hamilton

Screenshot: komodoide.com

Jeff Hobbs, CTO bei ActiveState, stellt uns die aktuelle Version der plattformübergreifenden IDE Komodo vor und erklärt, warum die Entwicklerwelt seiner Ansicht nach „entschieden ployglotter“ wird.

Veränderungen, die getrackt werden können, das „Go To Anything“-Feature „Commando“ sowie eine „Realtime Markdown Preview“ sind nur einige der Änderungen, die im neunten Release von Komodo, der plattformübergreifenden IDE für polyglotte Programmierer, zu finden sind. Zudem gesellt sich Googles Programmiersprache Go zu der ansehnlichen Reihe unterstützter Sprachen, zu denen u.a. Python, PHP, JavaScript, HTML5, CSS und Node.js zählen.

Mit über 6 Millionen Downloads seit dem Launch vor 15 Jahren wird Komodo von großen Namen wie Cisco, Boeing, FAA und NASA genutzt, ein Großteil (52%) der User sitzt in den USA . Mit Jeff Hobbs, CTO bei ActiveState, der Firma hinter Komodo, sprachen wir darüber, wie das neueste Release der IDE auch weiterhin sicherstellt, dass Entwickler mehr als ein Werkzeug in ihrem Werkzeugkasten haben.

Welcher Aspekt des neuen Release begeistert Sie am meisten?

Jeff Hobbs: Es gibt viele Dinge in diesem Release, über die wir uns freuen. Sie decken zahlreiche Bedürfnisse von Entwicklern ab.

Das neue Feature „Commando“ („Fuzzy-Matching“, „Match Highlighting“, das Auffinden einer jeden Datei in einem Ordner, die Toolbox-Suche, die Bookmark-Integration, die Shortcuts (Go-Tool)-Integration sowie maßgeschneidertes Kategoriefiltern) wird für fast jeden nützlich sein, der die Komodo IDE verwendet.

Der „Markdown Viewer“ und das „Track Changes“-Feature („inline edit-time diff view“) sind tolle Ergänzungen dieser Version, gleiches gilt für den Golang (Google Go)-Support. User, die die Komodo IDE bereits verwenden, werden sich über die Performance-Verbesserungen freuen – das Starten der IDE, das Tippen in den Editor, die Suche und das Prüfen der Syntax sind jetzt schneller als je zuvor.

Können Sie uns etwas darüber erzählen, wie sich das UI verändert hat?

Jeff Hobbs: Alle voreingestellten Komodo IDE-Farbschemata verwenden jetzt Base16, d.h. sie basieren auf 16 verschiedenen Basisfarben, die in verschiedenen Stellen des Scemas wiederverwendet werden. Tomorrow_Dark ist die neue Standardfarbe von Komodo (es basiert also auf dunklen Farben) und die Themes wurden dahingehend aktualisiert, dass sie zu aktuellen Betriebssystemen passen: Komodo sieht somit noch einmal viel besser aus als zuvor und ähnelt nun den nativen Anwendungen der Betriebssysteme.

Die größte offensichtliche Veränderung [UI] betrifft Farben.

Wir haben außerdem die Möglichkeit eingeführt, im Editor den Zeilenhöhen-Abstand zu verändern. Notifications werden dem User jetzt in einem separaten Popup Panel angezeigt, das über den eigentlichen Komodo IDE Editor-Fenster gelegt wird. Anhand der Benachrichtigungseinstellungen können die Nutzer festlegen, welche Nachrichten Popup Panel erscheinen.

Einige der neuen Features (wie „Commando“) haben einen Einfluss auf das UI und Schriftarten mit hoher Punktdichte werden jetzt auf allen Plattformen korrekt unterstützt.

Würden Sie zustimmen, dass Komodo für einen polyglotten, All-rounder-Ansatz des Programmierens einsteht (im Gegensatz zur Spezialisierung auf eine einzige Sprache)? Warum, denken Sie, ist das so?

Jeff Hobbs: Mit der Komodo IDE konzentrieren wir uns auf jeden Fall darauf, polyglotte User zu unterstützen. Wir haben aus eigener Erfahrung und der Arbeit mit Unternehmens-IT und Entwicklern gemlernt, dass die Entwicklerwelt entschieden polyglotter wird. Selten sind die Front-End- und Back-End-Sprachen die gleichen und die Vielfalt der Back-End-Sprachen nimmt immer weiter zu.

Die Spezialisierung in nur einer Sprache ist vergleichbar mit der Vorstellung, alle Hausarbeiten mit einem Hammer erledigen zu können.

Entwickler, die eine Reihe von Werkzeugen in ihrem Werkzeugkasten haben, können alles, von Prototypen bis hin zu Produktionscode, in kürzerer Zeit erstellen. Diese Unternehmensagilität führt zu Unternehmenswert. Starke IDE-Features für eine Vielzahl an Sprachen gehören zu den bestimmenden Merkmalen, die die Komodo IDE von anderen IDEs abhebt.

Jeff HobbsJeff Hobbs ist CTO und VP of Engineering bei ActiveState, den Machern der Komodo IDE, und betreut die Entwicklungen alle ActiveState Produkte – von den Sprachen, über Entwickler-Tools und Cloud Lösungen, mitsamt der Integrationsstrategie der Produkte für ein End-to-End Desktop, bis hin zu Cloud Experience.

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Geschrieben von
Coman Hamilton

Before becoming Editor of JAXenter.com (S&S Media Group), Coman completed an M.A. in Cultural Studies and wrote for numerous websites and magazines, as well as several ad agencies. // Want to submit a story? Get me at coman[AT]jaxenter.com or linkedin.com/in/comanhamilton

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