Google stellt Android M bei I/O 2015 vor

KitKat, Lollipop, Mmm… Google stellt Android 6.0 vor

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/koya979

Auf der diesjährigen I/O Konferenz in San Francisco wurde Android 6.0 zum ersten Mal vorgestellt: Diese Version des Google Betriebssystems soll neben Neuerungen in puncto App-Berechtigungen, mit Android Pay ausgestattet sein, einem eigenen Bezahldienst für Android-Geräte. Was man noch nicht weiß? Welchen Namen die Version erhalten soll, deren Anfangsbuchstabe nur durch das altbekannte Android-Alphabet angenommen werden kann: M.

Mehr (Mitsprache-)Rechte für App-Nutzer

Bisher musste beim Herunterladen einer App die Zustimmung zu allen geforderten Berechtigungen gegeben werden – Wollte man nur einem Teil davon zustimmen, so konnte die App nicht installiert werden. Unter Android M soll sich das ändern. In der kommenden Version soll wählbar sein, welchen Zugriffen man zustimmen und welche man verwehren möchte. Die Einstellung können dabei nicht nur bei der Installation, sondern auch noch nachträglich geändert werden. Offenbar soll dies teilweise auch bei Apps funktionieren, die nicht für Android M optimiert wurden – eine Garantie für einen reibungslosen Ablauf gibt es allerdings nicht.

Bezahlen mit Android Pay und längere Akkulaufzeiten

Googles neuer Bezahldienst soll über NFC laufen: mithilfe ihres Android-Phones sollen Benutzer bargeldlos in Geschäften oder Restaurants zahlen können. In Deutschland ist diese Bezahlmethode in der Gastronomie noch nicht so verbreitet wie in den USA, die Deutsche Bahn bietet aber beispielsweise mit Touch&Travel einen solchen Bezahlvorgang an.

Auch der Energieverbrauch soll unter Android M sparsamer werden. Durch das neue Feature „Doze“, was im Deutschen so viel wie schlummern oder dösen bedeutet, steht ein neuer, intelligenter Energiesparmodus bereit: Wird das Smartphone oder Tablet längere Zeit nicht benutzt, versetzt dieser das Gerät in einen Schlummerzustand, der nur noch die wichtigsten Benachrichtigungen durchlässt. Der User kann dabei selbst festlegen, ob und welche Apps vom Standby-Zustand ausgenommen werden. Insgesamt soll die „Doze“-Funktion die Akkulaufzeit beträchtlich erhöhen.

Und wenn das Smartphone dann doch aufgeladen werden muss: Die Unterstützung von USB-C sorgt nicht nur für eine zügigere Datenübertragung, sondern auch für eine schnellere Aufladung des Akkus. USB-C findet bereits bei Laptops, wie dem Chromebook von Google oder dem MacBook von Apple Verwendung.

Eine Auflistung aller Neuvorstellungen bei der diesjährigen I/O finden Sie hier. JAXenter berichtete bereits über Brillo, ein neues OS für das Internet der Dinge, und Android Auto, ein OS für die Connected Cars der Zukunft.

Android M soll im dritten Quartal 2015 veröffentlicht werden. Eine Vorabversion des mobilen Betriebssystems ist bereits auf einigen Nexus-Geräten zu Testzwecken verfügbar, im Sommer sollen weitere Vorabversionen folgen. Und was ist jetzt mit dem Namen? Um Dan Sandler bei der Vorstellung von Android M zu zitieren: „My personal guess is, M stands for Mmmmmmm“. Bei den bisherigen Namen, wie KitKat, Froyo oder Cupcake erwartet man auf jeden Fall etwas, das dem ein oder anderen ein „Mmmmmm“ entlocken kann.

Aufmacherbild: neon font letter m von Shutterstock / Urheberrecht: koya979

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Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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