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Remote Work Report 2021: Positive Effekte überwiegen

Antonio Mimmo

© Shutterstock / M.Somchai

Der aktuelle Remote Work Report von GitLab 2021 zeigt, dass standortunabhängiges Arbeiten ein Katalysator für die Produktivität, Effizienz und Vielfalt in Organisationen ist. Mit seinem „Remote Playbook“ bietet das Unternehmen eine Blaupause für die Einführung dieses Arbeitsmodells.

GitLab hat für den Bericht 2021 weltweit rund 4.000 Personen befragt. Die Umfrage baut auf dem letztjährigen GitLab Remote Work Report auf, der nahezu zeitgleich mit dem ersten, weltweiten Lockdown vor einem Jahr vorgestellt wurde. Seither hat Remote Work ungeheuer an Fahrt aufgenommen und prägt die Arbeitskultur in den meisten Unternehmen. Ziel der diesjährigen Umfrage war es, genauere Erkenntnisse über die Vorteile und Herausforderungen für Unternehmen im Zusammenhang mit der Einführung von Remote Work zu gewinnen.

Der Bericht liefert zentrale Erkenntnisse, enthüllt aber auch jene Bereiche in Unternehmen, für die mehr getan werden muss, damit sich die positiven Aspekte von Remote Work besser entfalten können.

  1. Mehr Effizienz, weniger Reibung – Die wesentlichen Vorteile von Remote Work sind laut Umfrage eine höhere Produktivität (42 %) und Effizienz (38 %) sowie weniger Bürokratie und Büropolitik (24 %).
  2. Fortschritte bei Diversität und Integration – Fast zwei Drittel (61 %) der Befragten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen sinnvolle Maßnahmen ergriffen hat, um die Vielfalt, Integration und Zugehörigkeit im Team zu erhöhen.
  3. Wenig Zugehörigkeitsgefühl – Ein Drittel der Befragten hat das Gefühl, dass Remote-Mitarbeiter nicht mit ihren Kollegen verbunden sind. Es besteht der Eindruck, dass sie sich dem Unternehmen nicht oder nicht ausreichend zugehörig fühlen.
  4. Deutliches Verbesserungspotenzial – Weniger als 50 % geben an, dass ihr Unternehmen unternehmensweite Ziele teilt, Arbeitsmittel und Tools zur Zusammenarbeit bereitstellt und diese am Laufen hält sowie verbindliche Kommunikationsstandards schafft.

Demnach erhalten Produktivität und Effizienz sowie die Bemühungen der Unternehmen, für mehr Gleichheit im Berufsalltag zu sorgen, einen kräftigen Schub nach vorne. Gleichzeitig lässt das Gefühl der Zugehörigkeit und Verbundenheit mit dem Unternehmen nach. Auch bei den Bemühungen, Kollaboration durch Tools, Kommunikationsstandards und klare, gemeinsame Ziele zu fördern, sehen die Mitarbeiter Nachholbedarf.

Remote Work leuchtet auch jene Winkel der Arbeitswelt aus, die zuvor gar nicht oder nur wenig beachtet wurden. Der Blick hat sich geschärft, die Menschen haben im Homeoffice ihr Verhältnis zur Arbeit reflektiert und ein besseres Gefühl dafür entwickelt, was sie benötigen, um erfolgreich und zufrieden zu sein. Remote Work bringt neue Aspekte zutage, für die sich Mitarbeiter mehr interessieren als zuvor:

Remote Work als Katalysator für Vielfalt

Weltweit sind 38 % der arbeitenden Bevölkerung Frauen. In der aktuellen Befragung unter Remote Workern liegt der Frauenanteil dabei deutlich über der Hälfte (58%). Das legt nahe, dass Frauen diese Art des Arbeitens schätzen und gezielt solche Jobs suchen. Auch unter jenen, die sich der Gruppe der LGBTQ+ zugehörig fühlen, lag mit 9% der Anteil höher als der weltweite Durchschnitt. Es scheint also, dass Remote Work den Boden bereitet für mehr Vielfalt in der Arbeitswelt.

Transparenz bedingt Zugehörigkeitsgefühl

Diesen direkten Zusammenhang belegen 34% der Befragten, die angaben, dass mehr Transparenz seitens der Unternehmensführung zu einem tieferen Gefühl der Verbundenheit führt. 38% gaben an, dass mehr Einblick in die Arbeit innerhalb der Organisation ihr Gefühl der Verbundenheit steigert. Ein „Wir-Gefühl“ aufzubauen, stärkt den Zusammenhalt und steht deshalb bei vielen Führungskräften ganz oben auf der Prioritätenliste.

Trotz Remote Work bleiben persönliche Kontakte wichtig

Jeder dritte Remote Worker vermisst den persönlichen Kontakt zu Kollegen – und das auch dann, wenn er dieses Arbeitsmodell favorisiert und mit den Tools, die zur Verfügung gestellt werden, zufrieden ist. Ebenso wie im Privaten, steigern auch beim Arbeiten persönliche Treffen, informelle Gespräche und partnerschaftliche Beziehungen zu Kollegen die Zufriedenheit. Menschen sehnen sich nach persönlichen Kontakten, deshalb werden Führungskräfte auch nach der Pandemie – wenn auch in kleinerem Rahmen – in Reisen investieren müssen, damit Mitarbeiter wieder persönliche Kontakte knüpfen und pflegen können.

Achtung Burnout

Die Arbeit vom Privatleben zu trennen, fällt beim Remote Work offensichtlich vielen schwer. 42 % der Befragten gaben an, dass es eine Herausforderung ist, bei der Arbeit außerhalb des traditionellen Büros die notwendigen Grenzen zu wahren. Deshalb sollten Führungskräfte das Thema Burnout fest im Blick haben und diesen besorgniserregenden Trend proaktiv angehen. Dazu gehört zum Beispiel, Mitarbeiter zu ermuntern, Auszeiten zum Auftanken in Anspruch zu nehmen und dem persönlichen Wohlbefinden sichtbar Priorität einzuräumen.

Vorteile von Remote Work genießen

82 % der Befragten sind der Überzeugung, dass die Zukunft der Arbeit im Remote Work liegt – und das obwohl die aktuellen Einschränkungen es teilweise gar nicht ermöglichen, alle Vorteile zu genießen. Anders gesagt: Wie beliebt wird diese Art der Arbeit erst, wenn nach und nach Einschränkungen z.B. bei der Reisefreiheit wegfallen?

Remote Work Playbook – Blaupause für Erfolg im Remote-Betrieb

Die meisten Unternehmen mussten im vergangenen Jahr überstürzt Mitarbeiter ins Homeoffice schicken, oft ohne passende Infrastruktur und Erfahrung beim Arbeiten und Führen auf Distanz. All-Remote-Pioniere wie GitLab, wo aktuell 1300 Mitarbeiter aus 65 Ländern beschäftigt sind, verfügen über jahrelange Erfahrung beim Remote Work und gelten als Experten in diesem Bereich.

Damit andere Unternehmen davon profitieren können, hat das Unternehmen ein Remote Work Playbook erstellt. Es ist ein praxistauglicher, öffentlich zugänglicher und kostenfreier Leitfaden, der jetzt aktualisiert wurde und zentrale Themen des standortunabhängigen Arbeitens behandelt: Von der Frage, wie der Übergang zu mehr Remote Work gestaltet werden kann, über Management- und Kommunikationsfragen bis hin zum Aufbau einer Remote-Kultur sowie dem Remote Betrieb in größeren Unternehmen wird ein breites Spektrum an Fragen übersichtlich und verständlich abgehandelt. Jedes Unternehmen kann – abhängig davon, wo es aktuell in auf seiner Remote-Reise steht – entsprechende Praxistipps umsetzen.

 

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Geschrieben von
Antonio Mimmo

Antonio Mimmo ist Field Marketing Manager EMEA bei GitLab.

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