Monitoring für Akka und Spray

Kamon: Neues Monitoring Tool für reaktive Anwendungen

Hartmut Schlosser
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Titel

Kamon

Lizenz

Apache 2.0

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Kamon ist der Name eines neuen Projektes aus dem Umfeld der sogenannten reaktiven Programmierung. Mit einem Set an Werkzeugen soll das Monitoring von Anwendungen möglich werden, die auf dem Aktorenframework Akka und dem REST/HTTP-Toolkit Spray aufsetzen.

Wie das Kamon-Team erklärt, ist das Projekt aus der Not heraus entstanden, dass Akka- und Spray-basierte Anwendungen mit herkömmlichen Monitoring-Tools nicht auf zufriedenstellende Art zu erreichen waren. Mit Kamon soll diese Lücke gefüllt werden, indem Metriken für Akkas Message-Processing-Zeiten, Mailbox-Informationen und Message Flow Traces bereit gestellt werden.

Für Spray werden die Bearbeitungszeiten für eingehende Requests, Spray-Client-Request-Metriken und die automatische Weitergabe von Trace Token geboten. Nutzer der APM- und Monitoring-Lösung NewRelic erhalten Metriken über Web-Transaktionen, Fehlerraten und Apdex Scores direkt im NewRelic Dashboard.

Das Kamon-Projekt wird auf GitHub unter der Open-Source-Lizenz Apache 2-0 entwickelt. Es befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstand und ist derzeit in der Version 0.0.14 zu haben.

Die reaktive Programmierung geht von neuen Anforderungen an Anwendungen aus, die sich durch Multicore-Architekturen, Cloud Computing und der Anwendererwartung nach schnellen Reaktionszeiten, einer allgemeinen Verfügbarkeit sowie einer fast linearen Skalierbarkeit ergeben.

Im Manifest der reaktiven Programmierung werden vier Prinzipien festgeschrieben:

  • react to events: Anwendungen sollten Ereignis-getrieben sein.
  • react to load: Der Fokus sollte auf der Skalierbarkeit liegen und nicht auf der Performance für einzelne Anwender.
  • react to failure: Systeme sollten belastbar sein, in dem Sinne, dass Fehler auf allen Ebenen behoben werden können.
  • react to users: Die oben genannten Punkte sind zu kombinieren und mit einer interaktiven User Experience umzusetzen.

Die Entwickler von Technologien wie Scala, Akka und Spray fühlen sich diesen Prinzipien verpflichtet; grundsätzlich ist das reaktive Manifest aber ein methodisches Statement, das sich auf jede Technologie anwenden lässt. Eine Vorstellung wie auch Kritik des reaktiven Manifests finden Sie im Java Magazin 5.14.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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