JVM-Sprache Kotlin mit erstem Meilenstein-Release

Hartmut Schlosser

Die Programmiersprache Kotlin hat sein Meilenstein-1-Release hingelegt. Die JVM-Sprache aus dem Hause JetBrains wartet mit einem statischen Typensystem auf und bringt Unterstützung für Variable Type Inference und Closures mit. Die seit 2010 entwickelte Sprache zielt auf Java- und JavaScript-Plattformen ab (Kotlin wird in JVM-Bytecode oder JavaScript kompiliert) und wurde im Februar 2012 Open Source zur Verfügung gestellt.

Die vorliegende Version bringt Verbesserungen bei den Java APIs und ermöglicht Code Completion für Extension Functions. Erstmals sind Annotationen in Kotlin möglich, beispielsweise zum Einbezug von JUnit 4:

import org.junit.Test as test
import org.junit.Assert.*

class Tests {
    test fun simple() {
        assertEquals(42, getTheAnswer())
    }
}  

Im Plug-in für IntelliJ IDEA wurde das semantische Highlighting ausgebaut. In einem speziellen Tab wird der von Kotlin generierte Bytecode angezeigt.

Kotlin-Bytecode-Anzeige in IntelliJ IDEA

Kotlin Highlighting wird nun von github unterstützt. Außerdem sind lokale Funktionen möglich, d.h. Funktionen können innerhalb anderer Funktionen deklariert werden:

fun count() : Int {
  fun count(parent : Entity) : Int {
    return 1 + parent.children.sum { count(it) }
  }
  return count(this.root)
}  

Kotlin M1 kommt in der Form eines Standalone Compilers und einem Plug-in für IntelliJ IDEA daher, die beide kostenlos bezogen werden können. Außerdem steht ein webbasierter Demo-Editor bereit, über den man Kotlin ausprobieren kann. Ein Getting Started Guide beschreibt die ersten Schritte mit der Sprache. Unten stehende Slideshow zeigt Ihnen nochmals die Kenndaten von Kotlin auf:

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Hartmut Schlosser
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