Was ist los bei den Java User Groups?

JUG Alert: JUG Karlsruhe im Porträt, Gradle bei der JUG Bremen und aktuelle Termine

Dominik Mohilo

© Software & Support Media GmbH

Der Altweibersommer beschert uns angenehme Temperaturen und macht den ausgefallenen Hochsommer ein wenig wett. Wem es draußen nicht heiß genug ist, für den gibt es auf JAXenter nun wieder den brandaktuellen JUG Alert. Wir stellen die Java User Group Karlsruhe vor, informieren über die nächsten Termine der JUGs und blicken zurück auf den vergangenen Vortrag in Bremen und das Grillfest der Java User Group Hannover.

Vorschau: Die nächsten JUG-Termine

Wir beginnen mit einem Blick auf die kommenden JUG-Treffen – bestimmt ist wieder was für euch dabei:

30. August

JUG Saarland: DevOps aus der Entwicklerbrille

Heute hat jeder namenhafte IT-Großkonzern eine DevOps-Lösung im Angebot oder brandet seine Produkte mit einem DevOps-Label. Was bedeutet DevOps überhaupt, welche Ziele stehen dahinter und welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, um DevOps zu etablieren? Thomas Götzinger versucht das Fundament – falls es so etwas gibt – von DevOps darzustellen und eine Bewertung für die Einsatztauglichkeit zu geben.

JUG Schweiz (CH): Kein Stress mit den Tests – Stresstests mit Gatling

Mit Gatling gibt es keinen Grund mehr, Lasttests nicht von Anfang an auszuführen, sagt Niko Köbler, der zu diesem Thema in Zürich sprechen wird. Bei seinem Besuch der JUG CH zeigt er, wie dank der Scala-DSL die Test-Szenarien schnell erstellt und anhand von Assertions globale Erfolgskriterien definiert werden können. In übersichtlichen Reports sind sämtliche Ergebnisse detailliert nachlesbar.

31. August

JUG Schweiz (CH): Isomorphic JavaScript Webapps auf der JVM mit React.js und Java EE MVC

Gleich am nächsten Tag geht es für Niko Köbler nach Basel zu einem weiteren Vortrag bei der Schweizer Java User Group: Diesmal wird er über isomorphe JavaScript-Apps sprechen, die sowohl auf der Client-Seite wie auch auf der Server-Seite ausgeführt können.

JUG Frankfurt: Named Queries Strike Back – Director’s Cut

Auf der Liste der Dinge, die Softwareentwickler nicht mögen, stehen Boilerplate Code und Abhängigkeiten weit oben. Um jedoch redundanten Programmieraufwand zu vermeiden, begibt man sich allerdings gerne mal in die Abhängigkeit eines Frameworks. Wie es ohne Framework und Boilerplate-Tipparbeit funktioniert, erklärt Mario Vöhl in Frankfurt.

1. September

JUG Schweiz (CH): Isomorphic JavaScript Webapps auf der JVM mit React.js und Java EE MVC

Wer ihn in Basel verpasst hat, kann sich Niko Köblers Vortrag über isomorphe JavaScript-Apps auch in Luzern besuchen. An der Hochschule Luzern zeigt er, anhand der Referenz-Implementierung Ozark, wie moderne Java-EE-Webapplikationen heute aussehen.

eJUG Austria: Docker Orchestrierung und Oracle Public Cloud

Peter Roßbach und Jernej Kase sind zu Besuch bei der eJUG in Wien. Peter Roßbach wird dort einen Überblick über die technischen Lösungen für die Orchestrierung von Docker-basierten Services geben. Der Vortrag stellt den praktischen Nutzen von Docker vor und demonstriert den Umgang damit. Jernej Kase wird über die Oracle Public Cloud und die darin enthaltenen Features sowie deren Einsatzmöglichkeiten sprechen.

6. September

JUG Ostfalen: HackTalk Wolfsburg

Der HackTalk ist eine monatliche „After-Work“-Veranstaltung, in deren Zentrum ein gemütliches Miteinander und technischer Austausch steht. Neben dem Besprechen aktueller Themen gibt es Lightning Talks zu allen möglichen sehr technischen bis gar nicht technischen Themen. Neuankömmlinge können hier Kontakt finden und alte Hasen können “Kriegsgeschichten” austauschen.

7. September

JUG Dortmund: Project Jigsaw in JDK 9 – Modularity Comes To Java

Mit Project Jigsaw wird in Java endlich die Modularität eingeführt, wodurch die Sicherheit, Performance und Flexibilität für das Deployment von Anwendungen verbessert werden soll. Simon Ritter zeigt in seinem Vortrag die Grundlagen der Modularität in Java und wie sie funktionieren werden.

JUG Hamburg: IntelliJ IDEA Trickkiste – Ein Entwickler packt aus

Die Leistungsfähigkeit moderner IDEs ist Segen und Fluch zugleich. Im Rahmen einer Live-Demonstration zeigt Yann Cébron einige – auch unbekanntere – Features und Techniken auf, die einem in der täglichen Arbeit weiterhelfen. An einigen Stellen wird auch ein kurzer Blick hinter die Kulissen gewagt.

8. September

JUG Schweiz (CH): Generations

In seinem Erfahrungsbericht zeigt Bernhard von Gunten die Probleme auf, die durch die Umschulung von langjährigem und wichtigem Personal entstehen. Programmierer finden sich in der Java-Welt nur schwer zurecht und die Vielzahl an Frameworks überfordert einige. Bernhard von Gunten beleuchtet die Thematik aus dem Blickwinkel zweier Firmen, die bis heute versuchen, ihren Mitarbeitern zu helfen, in der modernen Java-Entwicklung Fuß zu fassen. Die Java User Group Schweiz trifft sich für diesen Vortrag in Bern.

JUG Ostfalen: Hype Verpasst? Java 8 und JavaFX

Man kennt das vielleicht: Da beschäftigt man sich ein paar Monate mal nicht mit jedem neuen Thema, schon bekommt man den Anschluss nicht mehr. In seinem Vortrag zeigt Steven Schwenke die wichtigsten Konzepte von Java 8 und JavaFX und gibt den Besuchern Material für das Selbststudium fortgeschrittener Themen.

9. September

JUG Köln: NetBeans Day Cologne

In der Abendveranstaltung werden sich die Sprecher Geertjan Wielenga, Michael Müller, Michael Simons und Stephan Knitelius zu aktuellen Themen aus dem Java- und NetBeans-Universum äußern. Unter anderem werden die Features der neuen NetBeans-Version vorgestellt und wie NetBeans etwa mit Maven oder Spring Boot funktioniert. Außerdem gibt es einige Informationen zu NetBeans mit Java 9 und es wird gezeigt, wie interaktives Java mit der JShell und NetBeans funktioniert.

Porträt: Die JUG Karlsruhe stellt sich vor

Die Java User Group Karlsruhe (kurz: JUG KA) wurde 2007 von Nikola Veber am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründet. Zwischenzeitlich haben David Linsin und Samuel Mellert die Vorträge organisiert, bis diese Aufgabe an Florian Hopf und Björn Martin überging. Um die Organsiation besser zu verteilen hat sich zudem Michael Prieß vor etwa drei Jahren dem Team angeschlossen. Letztes Jahr wurde die Leitung dann schließlich noch durch Theo Grip und Rainer Steinegger verstärkt. Aktuell wird die JUG Karlsruhe also von fünf Personen geleitet und organisiert.

Am Anfang wurde sich meist in den Räumlichkeiten vom KIT getroffen, später folgte ein Umzug zur Fachhochschule (heute: Hochschule). Auch was die Hilfe und Sponsoren angeht hatte die Java User Group Karlsruhe viel Glück: In den letzten Jahren haben sich immer mehr Teilnehmer und Firmen gemeldet und gefragt, ob sie die JUG unterstützen können. Mit Synyx und Unic waren schnell zwei Getränkesponsoren gefunden und nach den Vorträgen ging man anfangs öfters noch auf ein Bier oder zwei in die Stadt, ab und zu wurde gleich ein ganzer Kasten besorgt. Mittlerweile haben viele Firmen erkannt, dass Community-Arbeit wichtig ist und unterstützen die JUG Karlsruhe jetzt auch mit Räumlichkeiten, kleinen Snacks und Getränken.

Das Logo der Java User Group Karlsruhe / Quelle: JUG Karlsruhe

Das Logo der Java User Group Karlsruhe / Quelle: JUG Karlsruhe

Die JUG Karlsruhe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Berufstätigen und Studenten im Raum Karlsruhe die Möglichkeit zu bieten, sich in einem offenen Forum über fachliche Themen auszutauschen. Deswegen veranstaltet sie Vorträge zu vielfältigen Themen rund um, aber nicht ausschließlich zu, Java.

Die Organisation der Vorträge und die Kommunikation zwischen den Mitgliedern und Besuchern erfolgt über eine Mailingliste und seit Anfang des Jahres auch über den Instant-Messaging-Dienst Slack. Dank der guten Verbindungen und Kontakte gab es in den letzten Jahren nie wirklich Probleme, einen Vortrag für die Java User Group zu finden. Wer einen Vortrag halten möchte, meldet sich einfach beim Orga-Team, alternativ schreibt dieses aktiv potentielle Speaker an.

Meistens hat das Team bereits Vorträge für die nächsten 2-3 Monate in der Hinterhand. Wird allerdings kurzfristig ein interessanter Vortrag vorgeschlagen und die ein Mitglied hat Zeit, diesen zu organisieren, kann es auch schon einmal vorkommen, dass zwei Veranstaltungen in einem Monat oder zwei Vorträge an einen Abend stattfinden.

michael_priessWir möchten Berufstätigen und Studenten im Raum Karlsruhe die Möglichkeit bieten, sich in einem offenen Forum über fachliche Themen auszutauschen. Deswegen veranstalten wir Vorträge zu vielfältigen Themen rund um, aber nicht ausschließlich zu, Java.

— Michael Prieß, JUG Karlsruhe

Ein- bis zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder und besprechen, welche Themen oder Veranstaltungen sie als nächstes angehen möchten. So ist etwa für nächstes Jahr ein „Hands-On-JUnit-5-Abend“ geplant, bei dem sie sich JUnit 5 näher anschauen werden.

Wer über die kommenden Vorträge und alle Neuigkeiten rund um die JUG Karlsruhe informiert bleiben möchte, für den empfiehlt sich Twitter. Die Java User Group ist dort unter dem Handle @jugka zu finden. Wer bereit ist, einen Vortrag zu halten, dem winkt ein Platz in der Hall of Fame: Dort führt aktuell noch Oliver Gierke mit sechs Vorträgen, die er bei der JUG Karlsruhe gehalten hat. Die Hall of Fame und Videoaufzeichnungen der Vorträge können Interessierte auf der Webseite http://jug-karlsruhe.de finden.

Unser Eventkalender

Damit Ihr immer einen guten Überblick über die Aktivitäten der JUGs und andere Veranstaltungen habt, haben wir einen Eventkalender für euch erstellt. Solltet ihr Termine vermissen oder ein eigenes Event in unserem Kalender platzieren wollen, schreibt uns einfach eine E-Mail an dmohilo@sandsmedia.com mit Name, Veranstaltungsort, Organisatoren, einer Kurzbeschreibung und einem Link (falls vorhanden) zu weiteren Informationen oder zur Anmeldeseite. Wir tragen eure Events gerne in den Kalender ein.

Rückschau

JUG Bremen: Gradle Glam – Plug-ins Galore

Gradle ist schon an sich ein wirklich außergewöhnliches Tool, aber mit Plug-ins können Builds noch entschieden mehr, sagt Andres Almiray. In seinem Vortrag Gradle Glam: Plug-ins Galore bei der Java User Group Bremen gab er eine kurze Einführung in Gradle und stellte anschließend einige praktische Plug-ins vor. Er zeigte zudem unter anderem, wie man Abhängigkeiten durch Dependency-Management richtig verwaltet und wie man gute Dokumentationen mit asciidoctor und jbake schreibt.

Vortragsfolien Gradle Einführung:

Vortragsfolien Gradle Plug-ins:

andres_almirayAndres Almiray ist Java/Groovy-Entwickler und Java-Champion. Er hat über 16 Jahre Erfahrung in den Bereichen Software-Design und -Entwicklung. Bereits seit den Anfangstagen von Java ist er mit der Entwicklung von Web- und Desktop-Anwendungen vertraut. Andres glaubt fest an die Grundsätze von Open-Source und hat an bekannten Projekten, wie Groovy, Griffon und DbUnit mitgewirkt. Zudem hat er eigene Projekte gestartet (Json-lib, EZMorph, GraphicsBuilder, JideBuilder) und ist Gründungsmitglied des Frameworks Griffon.

JUG Hannover: Grillcamp

Beim diesjährigen Grillcamp der JUG Hannover, das wieder unter dem Motto „Grill ’n‘ Talk“ stand, gab es wieder die Möglichkeit kleinen Vorträgen zu lauschen oder selbst etwas vorzutragen. Diesmal wurde das sogenannte Grillcamp mit dem Agile Wednesday der Agile Community in und um Hannover veranstaltet.

Quelle: JUG Hannover

Quelle: JUG Hannover

Für die Vorträge gab es auch in diesem Jahr, wie üblich, keine Themenvorgaben und auch eine vorherige Anmeldung ist beim „Grill ’n‘ Talk“ nicht nötig: Wer spontan etwas vortragen möchte, kann dies tun, aber auch gut recherchierte und vorbereitete Vorträge sind erlaubt. Hauptthemen in diesem Jahr waren Scrum Hacks und agiles UML.

Quelle: JUG Hannover

Quelle: JUG Hannover

Zum Abschluss des Abends gab es dann noch eine Diskussion über die ganz großen Themen wie Big Data, Data Science und digitale Transformation. Auslöser dafür war ein entsprechender Impulsvortrag.

Wer gerne einmal an einem solchen Grillcamp teilnehmen möchte, für den lohnt sich ein Besuch auf der Web-Seite der JUG Hannover, weitere Bilder von der Veranstaltung gibt es hier.

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Die JUGs in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Eure JUG ist nicht dabei? – Meldet euch bei uns via mail an dmohilo@sandsmedia.com

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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