Die JUG Hessen im Porträt, spannende Videomitschnitte und aktuelle Termine

JUG Alert: Was ist los bei den Java User Groups?

Dominik Mohilo

© Software & Support Media GmbH

Die olympischen Spiele von Rio werden kommenden Freitag eröffnet und wieder werden sich die Athleten in verschiedenen Disziplinen messen. Ebenfalls in verschiedenen Disziplinen haben sich die Java User Groups in den letzten Wochen ausgetobt: JavaFX mit Model-View-ViewModel, Redis und Infrastruktur-Deployment mit Ansible und Docker sind nur einige der zelebrierten Code-Arten. Im aktuellen JUG Alert blicken wir zurück auf die Veranstaltungen der Java User Groups, geben Ausblick auf die nächsten Treffen und stellen die JUG Hessen vor.

Porträt: Die JUG Hessen stellt sich vor

Die Java User Group Hessen (kurz: JUGH) wurde 2009 als erste JUG Hessens in Kassel gegründet. Ins Leben gerufen wurde die JUGH von Entwicklern der Micromata GmbH. Die überzeugten Java-Enthusiasten wollten damals eine Spielwiese schaffen, auf der sie sich nicht nur selbst austoben können, sondern auf der auch andere Java-Begeisterte herzlich eingeladen sind, mitzuspielen.

Aus dem losen Entwickler-Bund mit gelegentlichen spontanen Stand-up-Codings ist heute eine regelmäßige und vielseitige Vortragsreihe geworden – in der, nebenbei, Spontaneität und persönlicher Spaß noch immer groß geschrieben werden. Die Java User Group Hessen umfasst heute etwa 100 Teilnehmer und ist Mitglied im JUG-Dachverband iJUG. Organisatoren und Sprecher der JUGH sind Johannes Unterstein (Mesosphere) und Sebastian Hardt (Micromata).

JUG Hessen

Das Logo der JUG Hessen / Quelle: Java User Group Hessen

Die JUGH ist Teil der weltweiten Java Community, die sich der Verbreitung von Java-Know-how verschrieben hat. In deren Geiste will die JUGH ein Programm auf die Beine stellen, das nicht nur Spaß macht, sondern für die Entwicklung intelligenter und innovativer Software von Bedeutung ist. Durch das Vermitteln von Wissen soll mehr Kreativität geschaffen und die Freude an der Sache geteilt werden. Wenn dabei der technische Fortschritt begünstigt wird, umso besser.

Meist finden die Treffen der Java User Group Hessen am letzten Donnerstag im Monat an der Uni Kassel im Raum HS 0315 statt. Je nachdem, ob die Räumlichkeiten an der Universität zur Verfügung stehen, werden die Treffen manchmal auch in die Räumlichkeiten von Micromata verlegt. Willkommen ist bei den Treffen der JUGH jeder, der sich für schlaue Softwaretechnologien begeistert und Lust hat, seinen Horizont zu erweitern. Eine Voranmeldung ist nicht nötig und der Eintritt ist frei.

Die JUGH ist Teil der weltweiten Java Community, die sich der Verbreitung von Java-Know-how verschrieben hat. Durch das Vermitteln von Wissen soll ein Mehr an Kreativität geschaffen und die Freude an der Sache geteilt werden. Wenn wir dabei den technischen Fortschritt begünstigen, umso besser!

— Jule Witte, Java User Group Hessen

Neben den genannten monatlichen Treffen der JUG Hessen findet einmal im Jahr ein Sommergrillen statt, das einen kleinen Abschied vor der Sommerpause darstellt. Ebenfalls üblich ist der jährliche Besuch auf der JavaLand-Konferenz und darüber hinaus unterstützt die JUGH das Java Forum Nord, das seit 2015 einmal im Jahr im Raum Hannover stattfindet.

Die JUGH freut sich immer über neue Teilnehmer. Wer Lust auf spannende IT-Vorträge und Spaß am Austausch mit Gleichgesinnten hat, kann der Java User Group eine E-Mail schreiben und sich auf den JUGH-Verteiler setzen lassen. Im Internet ist die Java User Group Hessen unter www.jugh.de zu erreichen.

Videos von den Treffen gibt es auf YouTube, die Termine der Veranstaltungen finden sich bei Meetup, XING und auf Facebook

Vorschau: Die nächsten JUG-Termine

2. August

JUG Ostfalen: HackTalk Wolfsburg August 2016

Der HackTalk ist eine monatliche After-Work Veranstaltung, in deren Zentrum ein gemütliches Miteinander und technischer Austausch steht. Neben dem Besprechen aktueller Themen gibt es Lightning Talks zu allen möglichen sehr technischen bis gar nicht technischen Themen.

4. August

JUG Darmstadt: Glue for the Internet of Things

Jens Deters ist bei der JUG Darmstadt zu Gast und referiert in seinem Talk über einen kompletten MQTT-getriebenen IoT-Stack mit verschiedenen Sensoren, ferngesteuerten Switches und unterschiedlichen Client-Plattformen (Desktop, eingebettet und mobile Geräte). In einer Demonstration zeigt er das nahtlose Ersetzen eines Raspberry-Pi-getriebenen Sensors durch eine Microcontroller-basierte Lösung – ohne Änderungen am Code.

10. August

JUG Mannheim: Lean Microservices using OSGi

Christian Schneider zeigt in seiner Session bei der JUG Mannheim, wie man schlanke und modulare Microservices mit OSGi, Maven und bndtools erstellt. Das Ergebnis des Builds ist ein ausführbares JAR oder Docker-Image, das sehr gut in Microservice-Deployments passt.

11. August

JUG Hannover: Java-Agenten und Instrumentierung

In seinem Vortrag beim nächsten Treffen der JUG Hannover, führt Bern Müller die Konzepte der Instrumentierung ein und zeigt, wie einfach das Ersetzen von Klassen zur Laufzeit (Hot-Swap) mit Standard-Java ist. Diese Einfachheit wird durch kleine Demos belegt. Auch wie eine JRebel-Light-Variante mit Standard-Java ohne externe Bibliotheken ist Teil des Vortrags.

Unser Eventkalender

Damit Ihr immer einen guten Überblick über die Aktivitäten der JUGs und andere Veranstaltungen habt, haben wir einen Eventkalender für euch erstellt. Solltet ihr Termine vermissen oder ein eigenes Event in unserem Kalender platzieren wollen, schreibt uns einfach eine E-Mail an dmohilo@sandsmedia.com mit Name, Veranstaltungsort, Organisatoren, einer Kurzbeschreibung und einem Link (falls vorhanden) zu weiteren Informationen oder zur Anmeldeseite. Wir tragen eure Events gerne in den Kalender ein.

Rückschau

Infrastruktur Deployment mit Ansible und Docker bei VersionEye

Unterschiede zwischen Entwicklung, Test und Produktion zu vermeiden, sind Kernthemen bei der Nutzung von Docker. Statt eine einzelnen Anwendung wird eine komplette Mini-Umgebung deployt. Neben den vielen Vorteilen bringt dies aber auch neue Herausforderungen mit sich. Eine größere Infrastruktur wirft die Fragen in den Raum, wie und wo man die Docker-Container baut und wie man diese im Netzwerk verteilt und deployed. In seinem Vortrag, den er vor der JUG Kaiserslautern am 9. Juni hielt, zeigte Robert Reiz, wie dies bei VersionEye gehandhabt wird.

robert_reizRobert Reiz hat 2005 sein Informatik Studium in Mannheim erfolgreich abgeschlossen und war danach an mehreren Technologie StartUps beteiligt. Von 2010 bis 2012 hat er Erfahrungen in San Francisco und im Silicon Valley gesammelt. Seit 2012 arbeitet er an VersionEye.

JUG Hannover: Model-View-ViewModel mit JavaFX

Ebenfalls am 9. Juni sprachen sprachen Manuel Mauky und Max Wielsch bei ihrem Besuch der Java User Group Hannover über das Frontend-Architektur-Pattern Model-View-ViewModel (MVVM). Bei diesem Pattern werden der UI-Zustand und die Präsentationslogik im so genannten ViewModel gekapselt. Die Aufgabe der View-Komponente ist dabei nur noch, den im ViewModel hinterlegten UI-Zustand anzuzeigen und Eingaben des Nutzers an das ViewModel weiterzugeben.

Mauky Wielsch

Manuel Mauky und Max Wielsch / Quelle: JUG Hannover

Die Idee dieses Musters haben die beiden Speaker vorgestellt und gezeigt, wie JavaFX-Oberflächen nach diesem Muster testgetrieben umgesetzt werden können. Zudem stellten sie das Open-Source-Framework mvvmFX vor, das die Entwicklung von JavaFX mit MVVM vereinfacht und zahlreiche Hilfsmittel bereitstellt, um häufige Fallstricke zu umgehen.

Weitere Infos und die Folien zu dem Vortrag gibt es auf der Homepage der JUG Hannover.

mauky_manuel_swManuel Mauky arbeitet seit 2010 als Softwareentwickler bei der Saxonia Systems AG in Görlitz. Er ist vor allem im Frontend-Bereich aktiv, seit einiger Zeit vor allem mit JavaFX. Daneben interessieren ihn Themen wie Softwarearchitektur, funktionale Programmierung und Reactive Programming. Manuel ist Gründungsmitglied und Leiter der Görlitzer Java User Group.
 
 
wielsch_maxMax Wielsch ist seit 2011 als Software-Entwickler bei der Saxonia Systems AG beschäftigt. Sein Interesse gilt der Entwicklung von Applikationen basierend auf JavaFX und Android. In seiner Freizeit arbeitet er verstärkt an den Themen Architektur und Testbarkeit solcher Applikationen und ist als Mitglied der Java User Group Görlitz aktiv.

JUG Karlsruhe: Hallo, ich bin Redis

Der quelloffene NoSQL-Data-Store Redis bietet Caching, verteilte Sessions 100.000 Requests pro Sekunde und vieles mehr. Mark Paluch sprach bei seinem Besuch der JUG Karlsruhe am 29. Juni über den vielseitigen Data-Store, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Neben einer Einführung bot Mark Paluch anschauliche Code-Beispiele, die zeigten, wie Redis mit Spring Data, Hibernate OGM und einfachem Java verwendet werden kann.

JUG Mark PaluchMark Paluch ist Software Craftsman, Spring Data Engineer bei Pivotal, arbeitet als Mitglied der CDI 2.0 (JSR365) Expert Group an der nächsten Version der Spec und entwickelt den Lettuce Redis Treiber. Er entwickelt seit 1999 Java Server-, Frontend- und Webanwendungen. Sein Fokus liegt auf Software-Architektur, Spring und Redis. In seiner freien Zeit beteiligt er sich als Committer an Open-Source-Projekten.

JUG Hessen: Apache Roadshow

Am 21. Juli fanden sich die drei Mitglieder der Apache Software Foundation, Christofer Dutz, Achim Nierbeck und Benedikt Ritter, bei der JUG Hessen ein und gaben einen tieferen Einblick in das ASF-Ökosystem. Fokus des Talks der drei Codecentric-Mitarbeiter war „The Apache Way“ und was dieser für Projekte in- und außerhalb der Foundation bedeutet. In jeweils einem Lightning-Talk haben anschließend alle drei über eines der Projekte, in denen sie beteiligt sind, gesprochen.

Achim_Nierbeck-be84d700Achim Nierbeck ist Senior Consultant bei der codecentric AG in Karlsruhe. Er hat 15 Jahre Erfahrung im Java-Enterprise- Umfeld. In seiner Freizeit beschäftigt sich der Apache Member unter anderem mit dem OSGi Server Apache Karaf, bzw. dem OSGi Web-Container Pax Web.

Benedikt_Ritter-3ad75f05Benedikt Ritter arbeitet seit September 2013 als Software Craftsman bei der codecentric AG. Sein Können bringt er nicht nur in der Berufswelt zum Einsatz: Benedikt ist Member der Apache Software Foundation und Committer beim Apache Commons Projekt.

Christopher_Dutz-0bb76185Christofer Deutz schwimmt gerne mal abseits des Mainstreams. Seine Leidenschaft ist es, neue Wege zu beschreiten. Sei es neue Technologien überhaupt erstmal für die Masse nutzbar zu machen oder Etabliertes neu zu kombinieren. Seine Lösungen sind häufig unkonventionell, aber in der Regel einfach, effizient und sexy.

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Eure JUG ist nicht dabei? – Meldet euch bei uns via mail an dmohilo@sandsmedia.com

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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