Die Kolumne rund um die Java User Groups

JUG Alert: Die JUG Switzerland im Porträt und aktuelle Termine

Dominik Mohilo

© Software & Support Media GmbH

„Es ist Sommer und es ist heiß, da ess‘ ich ein Zitroneneis“, wusste die beste Band der Welt schon 1989. Und was gibt es Besseres, als beim Eisschlecken den neuesten JUG Alert auf JAXenter zu lesen? Eben. In dieser Ausgabe stellen wir die Java User Group aus der Schweiz vor, blicken zurück auf das Java Forum in Stuttgart und haben natürlich wieder die aktuellen Termine für euch.

Porträt: Die JUG Switzerland stellt sich vor

Die Java User Group Switzerland (kurz: jug.ch) bietet im deutschsprachigen Teil der Schweiz Personen und Firmen eine Heimat, die am Thema Java im weiteren Sinne interessiert sind. Die Mitglieder organisieren Vorträge, Workshops und weitere Anlässe, bei denen man sich informieren, austauschen und weiterbilden kann.

Das Logo der JUG CH / Quelle: jug.ch

Das Logo der JUG CH / Quelle: jug.ch

Das Themen­spektrum der JUG CH ist sehr breit: Features in neuen Versionen von Java, Frameworks, Libraries, Tools, Methoden in der Softwareentwicklung, Testen, Betrieb von Applikationen und auch der Blick auf andere Sprachen und Werkzeuge aus dem Blickwinkel von Java. Bei den Veranstaltungen werden neue Trends vorgestellt und Erfahrungsberichte aus Projekten und Firmen werden geteilt.

Der Verein hat mehr als 1.000 Mitglieder, die sich aus Entwicklern, Architekten, Entscheidern, Forschern und Firmen zusammensetzt – vom Anfänger bis zum Experten. Die JUG CH versucht dabei für jeden etwas anzubieten, unabhängig vom Level der Expertise. Innerhalb der Deutschschweiz ist die Schweizer Java User Group in Zürich, Bern, Basel, Luzern und St. Gallen aktiv. Alle Veranstaltungen werden auf unserer Webseite (www.jug.ch) und via einem Newsletter angekündigt. Wer sich von einem Thema angesprochen fühlt, der kann sich direkt auf der Homepage der JUG dafür anmelden. Dies erleichtert für die Veranstalter die Planung und sie können so die entsprechenden Räume organisieren.

Spaß und Spannung bieten die Vorträge der JUG Switzerland

Spaß und Spannung bieten die Vorträge der JUG Switzerland

Üblicherweise finden die Vorträge gegen 18 Uhr statt und dauern in der Regel etwa eine bis eineinhalb Stunden. Im Anschluss findet dann auch ein Apéro statt, damit noch Gelegenheit ist, miteinander zu reden und sich auszutauschen. Bei den 55 Vorträgen im letzten Jahr haben circa 2.700 Personen teilgenommen. Wem ein Vortrag zu wenig ist, der kann auch an den Workshop­-Tagen teilnehmen, die zusammen mit der Swiss Open Systems User Group organisiert werden. Dort werden eintägige Schulungen zu den verschiedenen Themen angeboten.

Wer generell am Abend noch mit anderen Entwicklern an einem Open-Source-Projekt arbeiten möchte, für den ist der „Hackergarten“ in Zürich das Richtige. Der eine oder andere wird das Format aus anderen Städten oder von Konferenzen her kennen. Auch was Konferenzen betrifft hat die JUG Switzerland einiges zu bieten. So hat sie im letzten Jahr die Voxxed Days Zürich unterstützen können, womit es, nach der Jazoon, endlich wieder eine größere Java-Konferenz innerhalb der Schweiz gibt.

onautschJUGCHIch möchte mich bei allen Teilnehmern, Vortragenden, „Hackern“, Sponsoren und Organisatoren bedanken, die dieses vielfältige und spannende Umfeld ermöglichen. Es ist wirklich großartig in solch einer Community mit so vielen tollen Leuten und Firmen tätig zu sein.

Oliver Nautsch, Vorsitzender des Vorstandes

Für Entwickler mit speziellen Interessen gibt es die Möglichkeit, sich innerhalb des Vereins als sogenannte „Special Interest Group“ zu organisieren. Diese Gruppen innerhalb der JUG CH werden von dieser in Sachen Finanzierung und Logistik unterstützt, so gut es geht. Zurzeit sind die Swiss Eclipse User Group und die Swiss Spring User Group aktiv.

Gegründet wurde die JUG Switzerland eigentlich zwei Mal: Das erste Mal im Jahr 1997 als Fachgruppe der Schweizer Informatik Gesellschaft; als eigenständiger Verein tritt sie seit dem Jahr 2009 auf. Im Vorstand arbeiten derzeit ehrenamtlich neun engagierte Personen, unterstützt von einem großartigen Sekretariat und einer reibungslosen Buchhaltung.

Spannende Vorträge locken regelmäßig viele Besucher zu den Veranstaltungen der JUG CH.

Spannende Vorträge locken regelmäßig viele Besucher zu den Veranstaltungen der JUG CH.

Wer Mitglied oder Sponsor werden möchte, einen Vortrag halten will, ein neues Format vorschlagen will, eine spezielle Gruppe gründen möchte oder Fragen bzw. Anregungen hat, der erreicht die Java User Group über Twitter (@jugch), E­-Mail (info@jug.ch) oder geht einfach zu einer Veranstaltung und spricht die Mitglieder dort an.

Vorschau: Die nächsten JUG-Termine

21. Juli

JUG Hessen-Kassel: Apache Software Foundation Roadshow & Sommergrillen

Die drei ASF-Member Christofer Dutz, Achim Nierbeck, Benedikt Ritter und Apache Incubator Committer Hendrik Saly (alle codecentric), geben einen tieferen Einblick in das Apache Software Foundation Öko-System. Fokus ist hierbei „The Apache Way“ und was dieser für Projekte in und außerhalb der ASF bedeutet. Für das anschließende Grillfest ist eine Anmeldung wichtig.

JUG Saarland: Moderne App-Entwicklung mit Android

David Kunzler zeigt, mit welchen Techniken heutzutage moderne App-Entwicklung für Android realisiert werden kann. Er stellt die aktuellen Entwicklungswerkzeuge und Hilfsbibliotheken aus dem Android Ökosystem von Google vor. Darüber hinaus werden einige nützliche Third-Party Bibliotheken und Tools zum Umgang mit Datenbanken, Dependency Injection, und App Design vorgestellt.

JUG Mannheim: Use functions for a greater good

Mit ihrem Vortrag wollen Artem Kozlov und Gregor Trefs einen Einblick in die Grundlagen der funktionalen Programmierung geben und einige Beispiele der alltäglichen Nutzung von Java 8 vorführen. Zudem werden die Entwickler zeigen, wie Lambda-Ausdrücke in Bytecode übersetzt werden.

25. Juli

JUG München: Containerized End-2-End-Testing

Bei der Konzeption von End-2-End-Tests ist eine der größten Problemstellungen die Frage, wie die Testausführung möglichst robust, reproduzierbar und skalierbar gestaltet werden kann. Wie sich diese Hürde dank der Container-Technologie überwinden lässt und man den Testaufwand verringern kann, zeigt Speaker Tobias Schenk in diesem Talk.

27. Juli

JUG Frankfurt: Project Lombok Internals

Project Lombok ist eine sehr einfach verwendbare Library, die enorme Vorteile während der Entwicklung bringt. Das Projekt Lombok erfreut sich mittlerweile einer großen Fangemeinde, aber die wenigsten kennen und verstehen die darunter liegenden Mechanismen. Walery Strauch wird nach einer kurzer Einführung zeigen, wie die Magie hinter Lombok funktioniert.

JUG Görlitz: Testwerkzeuge für JavaFX

Kay Grebenstein wird in seinem Talk beleuchten, welche Kategorien von Testwerkzeugen für JavaFX es gibt und wie diese in eine Toolkette eingebunden werden können. Zudem wird er einige Testtools miteinander vergleichen und die Unterschiede herausstellen.

Unser Eventkalender

Damit Ihr immer einen guten Überblick über die Aktivitäten der JUGs und andere Veranstaltungen habt, haben wir einen Eventkalender für euch erstellt. Solltet ihr Termine vermissen oder ein eigenes Event in unserem Kalender platzieren wollen, schreibt uns einfach eine E-Mail an dmohilo@sandsmedia.com mit Name, Veranstaltungsort, Organisatoren, einer Kurzbeschreibung und einem Link (falls vorhanden) zu weiteren Informationen oder zur Anmeldeseite. Wir tragen eure Events gerne in den Kalender ein.

Rückschau: Was in den JUGs so los war

Java Forum Stuttgart

Am 7. Juli fand das 19. Java Forum in Stuttgart statt. Die seit 1998 jährlich ausgerichtete Veranstaltung lockte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher ins „Ländle“. Rund 50 Fachvorträge zu allen möglichen Themen des Java-Universums wurden gehalten und anschließend fand ein Java-Forum Hackergarten statt. Mittlerweise gibt es auf der Programm-Seite des Java Forums Bilder und Folien zu zahlreichen Vorträgen.

Auch in diesem Jahr konnte sich das Java Forum Stuttgart über zahlreiche Besucher freuen:

Polyglotte Persistenz

Am 30. Juni hatte die JUG Hessen-Kassel Michael Hackstein zu Besuch. In seinem Vortrag Polyglot Persistence & Multi-Model NoSQL Databases sprach er über moderne Anwendungen, in denen die Datenbankseite mittels polyglotter Persistenz realisiert wird. Er beleuchtete zudem die Vorteile dieses Vorgehens und wie der Arbeitsaufwand durch die Verwendung einer Multi-Model-Datenbank innerhalb eines polyglotten Persistenz-Systems verringert werden kann.

Michael_Hackstein-5d4065f2Michael Hackstein ist JavaScript- und NoSQL-Enthusiast. In seiner Freizeit organisiert er die colognejs, die JavaScript User Group in Köln. Michael hat einen Master in Computer Science und als Front-End-Spezialist ist er Teil des ArangoDB-Kernteams.
 

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Eure JUG ist nicht dabei? – Meldet euch bei uns via mail an dmohilo@sandsmedia.com

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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