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JRuby 1.7.5: Volle Unterstützung für invokedynamic erst ab Java 8

JRuby, die Ruby-Implementierung für die Java Virtual Machine (JVM), hat Version 1.7.5 erreicht. Es wurden 243 Probleme behoben, die unter anderem die Enkodierung betrafen. Eine detaillierte Auflistung der Bugfixes lässt sich den Release Notes entnehmen.

Mit allen 1.7-Releases verfolgt das Entwicklerteam um Charles Nutter das Ziel, verbleibende Inkompatibilitäten mit Ruby 1.9.3 auszumerzen. Nach diesem Release soll der 1.7-Entwicklungsstrang von JRuby in einen Wartungszweig überführt werden. Bis zur nächsten Hauptversion, JRuby 9000, sind daher nur noch kleinere Bugfix-Releases geplant.

Die JRuby-Unterstützung für invokedynamic, den mit Java 7 eingeführten Methodenaufruf-Bytcode für dynamische Sprachen auf der JVM, wurde bis zur Veröffentlichung von Java 8 aufgeschoben. Hintergrund ist u. a. der erhöhte Speicherbedarf, wie in den Release Notes mitgeteilt wird. Nutzer, die bis zum Java-8-Release im März trotzdem in den Genuss von invokedynamic kommen möchten, können das Feature mit -Xcompile.invokedynamic=true aktivieren.

Mit JRuby, 2001 von Jan Arne Petersen entwickelt, hielt die mittlerweile zwanzig Jahre alte Programmiersprache Ruby Einzug in die Java-Welt. Ihren hohen Bekanntheitsgrad verdankt die objektorientierte Sprache Ruby vor allem dem zugehörigen Webframework Ruby on Rails.

Seit Februar steht JRuby unter der Eclipse Public License.

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