Performance-Tests

JMeter 3.2: Neues Logging mit SLF4J und Log4j

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Africa Studio

JMeter 3.2 wechselt für das Logging auf SLF4J und Log4j 2. Für Anwender bedeutet das aber nur kleinere Umstellungen. Außerdem ist Nashorn jetzt die Standard-JavaScript-Engine und man braucht mindestens Java 8, um das Tool nutzen zu können.

Das JMeter-Logging wurde auf SLF4J und Log4j 2 migriert. Das hat Auswirkungen auf Konfiguration und Third-Party-Plug-ins. JMeter nutzt nun die Lg4j-Konfiguration der Datei log4j2.xml im Pfad JMETER_HOME/bin. Die Standard-Logging-Level und der Dateiname werden in dieser Datei gesetzt. Das Standard-Logging-Level lässt sich in der Kommandozeile  mit dem -L-Parameter ändern. Mit -l lässt sich der Name der Datei anpassen. log_level funktioniert nicht mehr. Third-Party-Plug-ins müssen ihren Code von logkit zu SLF4J migrieren. Dazu muss lediglich eine Codestelle angepasst werden.

Im Kern von JMeter haben sich nur kleinere Dinge geändert. JMeter bietet nur eine neuen BackendListener-Implementierung für die Interaktion mit InfluxDB. Die Implementierung sendet Daten per asynchronen HTTP-Calls zu InfluxDB über das HTTP API. Der DNS Cache Manager hat nun eine Tabelle für das Auflösen statischer Host-Namen und IP-Adressen. JMS Publisher und Subscriber erlauben nun einen Reconnect nach einem Fehler auch mit Pausen zwischen den Reconnects. Variablen im JMS Publisher lassen sich nun in allen Arten von Nachrichten nutzen. Dafür muss nur der Encoding-Typ ausgewählt sein. JMeter setzt nun außerdem Java 8 voraus.

Mit 3.2 setzt JMeter nun auch als Standard – nicht mehr nur als Option – auf die JavaScript Engine Nashorn von Oracle. Das soll eine bessere Performance bringen als das vorher genutzte Mozilla Rhino. Anwender sollten keinen Unterschied bemerken, außer sie nutzen Advanced Features der Engine. Wenn man weiter bei Rhino bleiben möchte, kann man mit javascript.use_rhino=true die Engine als Standard setzen.

Die kompletten Änderungen und neue Features finden sich wie immer in den Release Notes.

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Über Apache JMeter

Apache JMeter ist eine quelloffene Anwendung, mit der sich die Performanz sowohl statischer als auch dynamischer Ressourcen (Files, PHP, Java, ASP.NET, Java Objekte, Querys, FTP Server, etc.) testen lässt. Außerdem lässt sich mit dem Tool Last auf Servern, Servergruppen, Netzwerken oder Objekten simulieren, um die Stärken und Schwächen auszuloten und die generelle Performanz unter verschiedenen Belastungen zu analysieren.

Man kann JMeter zudem dazu nutzen, grafische Analysen der Performanz zu erstellen oder das Verhalten eines Servers, Scriptes oder Objektes unter starker, gleichzeitiger Belastung zu testen. Unterstützt werden dabei diverse Server/Protokoll-Typen, darunter HTTP, SOAP, FTP, JDBC, LDAP, JMS, SMTP, POP3 und TCP. Das Open-Source-Tool ist eine 100%ige Java-Anwendung und wurde ursprünglich entwickelt, um Web-Applikationen zu testen.

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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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