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Das hat sich seit Version 4.0 getan

JHipster 4.6: Angular 4 ist nun Standard

Dominik Mohilo
© Shutterstock.com / Hoika Mikhail

Die Hornbrillen aufgesetzt und die Bärte gekämmt: JHipster hat einen neuen Meilenstein erreicht. Mit Version 4.6.0 erschien vor wenigen Tagen das Update mit der produktionsfertigen Unterstützung für Angular 4. Wir haben uns angesehen, was das aktuelle Update sonst noch in petto hat und was sich in den Updates seit dem letzten Major Release getan hat.

Das ist neu in JHipster

JHipster + Angular 4 & React

Die letzte Version über die wir berichteten, JHipster 4.0, brachte den lange gewünschten Support für Angular 2.x mit sich und legte somit den Grundstein für den Support von Angular 4. Letzterer erreichte mit Version 4.2.0 der Plattform für die Entwicklung von Web-Anwendungen Beta-Status. Mit dem aktuellen JHipster 4.6.0 ist die Unterstützung für Angular 4 ab sofort „production ready“. Verglichen mit den Beta-Versionen des Angular 4 Supports, haben die Entwickler von JHipster große Verbesserungen feststellen können. Deshalb ist Angular 4 nun auch der Standard, das Angular CLI wird bereits seit Version 4.3.0 unterstützt.

Doch keine Sorge: Wer noch AngularJS 1 benutzt, der kann dies auch weiterhin tun. Die Macher haben jedoch klargemacht, dass sie an dieser Stelle keine weiteren Verbesserungen implementieren werden. Es wird also erwartet, dass AngularJS 1 auf kurz oder lang in JHipster aussterben wird. Ganz anders sieht es dahingegen im Hinblick auf React aus: Das Team plant React als Angular-Alternative anzubieten und sucht dafür noch fleißige Committer.

Wie man Angular in JHipster richtig nutzt, erfährt man im entsprechenden Eintrag in der Dokumentation

JHipster CLI

Im letzten größeren Update, also Version 4.5.0, führte das Team von JHipster das JHipster CLI ein. Wichtigstes Feature des CLIs ist die Autovervollständigung für Mac und Linux: Ab sofort kann man nach der Eingabe von jhipster die TAB-Taste nutzen, um die gewünschten Befehle auszuwählen. Neu ist auch, dass ab sofort nur noch jhipster eingetippt werden muss, nicht mehr yo jhipster, wodurch jeder drei Tastenanschläge pro Befehl spart. Hochgerechnet auf das Jahr ist das sicher eine Menge Zeit.

JHipster Registry

In JHipster 4.1.0 erreichte die JHipster Registry mit Version 2.6.0 einen neuen Meilenstein, der Anwendern aggressivere Eureka Timeouts und eine neuen Version der Spring Cloud brachte. JHipster 4.4.0 hatte kurz darauf die versprochene neue Version JHipster Registry 3.0 an Bord: Diese brachte endlich Dashboards, mit denen sämtliche Anwendungstypen an einer zentralen Stelle überwachbar sind, seien es Monolithen, Gateways oder Microservices. Alle Informationen zur JHipster Registry gibt es auf der neuen Seite in der Dokumentation.

Weitere Änderungen seit JHipster 4.0

Für JHipster 4.1.0 stand die Migration zu Yeoman 1.0 und damit ein ziemlich großes Code Refactoring, inklusive sämtlicher Sub-Generators, an. In Version 4.2.0 wurde die Unterstützung für ELK 5 und Zipkin (in der Microservices-Architektur) sowie der Support für das Container-Tool Rancher hinzugefügt.

Nutzer von pngquant und optipng hatten an Version 4.3.0 sicher keinen Spaß: Das JHipster-Team hat die Unterstützung beider Tools an dieser Stelle entfernt, dafür aber Maven und Gradle auf die neueste Version aktualisiert. Maven-Nutzer können seitdem endlich Farben in ihrem Terminal genießen. Neben dem neuen JHipster CLI brachte Version 4.5.0 dann noch die Unterstützung von OpenShift. Die Möglichkeit, JHipster-Anwendungen auf OpenShift zu deployen, stellt etwas Besonderes dar, denn der Support wurde von Red Hat selbst bereitgestellt, weitere Informationen dazu gibt es in der Doku.

Lesen Sie auch: Angular, Bootstrap und Spring Boot unter einem Hut: durchstarten mit JHipster 4

Was ist JHipster?

JHipster ist eine Entwicklungsplattform, die dazu genutzt werden kann, Web-Anwendungen und Spring Microservices zu generieren, entwickeln und deployen. Auf Serverseite setzt JHipster dafür auf hohe Performanz, die durch den Einsatz von bekannten Tools wie Spring Boot, Maven bzw. Gradle, Elasticsearch, MongoDB, Apache Kafka und Apache Cassandra gewährleistet wird. Weitere verfügbare Tools umfassen auf Serverseite unter anderem Metrics für das Monitoring, Hazelcast für das Caching und HTTP Session Clustering, Logback für das Log-Management und HikariCP für das Verbindungspooling.

Für ein modernes und schickes Frontend nach dem Mobile-First-Prinzip können Entwickler auf Angular 4, Twitter Bootstrap, HTML5 Boilerplate und die Thymeleaf Template Engine zurückgreifen. Den Entwicklungsworkflow unterstützen Tools wie Bower oder Yarn (für einfache Installation neuer JavaScript-Bibliotheken) und Gulp.js oder Webpack (für das Builden, Optimieren und Live Reloading). Für das Testen stehen Karma, PhantomJS und Protractor zur Verfügung.

Wie man mit JHipster 4 durchstarten kann, zeigt dieses Video von Java Champion Matt Raible:

Alle Informationen zu den Updates von JHipster können den Release Notes entnommen werden, Informationen zu den in JHipster verwendeten Tools gibt es hier.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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