JGear – der JBuilder 2007 als Plug-in für Eclipse

Nach der Installation des betreffenden Plug-ins und einem Neustart der Eclipse IDE muss nun noch der entsprechende Lizenzschlüssel eingegeben werden, um die installierte Funktionalität auch verwenden zu können. Für einen ersten Testlauf von JGear ist sehr zu empfehlen, die Installation nicht direkt in das Hauptverzeichnis von Eclipse zu legen, sondern in ein separates Verzeichnis. Dies kann bei der Installation (wie bei jedem anderen Plug-in auch) angegeben werden. Dadurch ist eine mögliche Deinstallation des Plug-ins sehr einfach möglich. Das Wichtigste hierbei ist, dass die bereits lauffähige Entwicklungsumgebung durch das neue Plug-in nicht negativ beeinträchtigt wird.

JGear und Eclipse – Wo es am besten läuft

Für die Evaluierung der einzelnen Bestandteile wurden die auf der Webseite von CodeGear [1] verfügbaren Testversionen verwendet. Diese wurden zunächst in ein leeres Eclipse 3.2, dann in ein bereits mit Plug-ins bestücktes Eclipse 3.2 und schließlich in ein Eclipse 3.3 mit und ohne Web Tools Platform (WTP) installiert.

Eclipse 3.2

Es ist sicherlich nicht verwunderlich, dass die Installation in ein leeres Eclipse am einfachsten und am unproblematischsten war, es ist aber sicherlich auch die seltenste Installationsvariante. Aber auch die Installation in ein Eclipse 3.2 mit einer bereits installierten Web Tools Platform 1.5 hat funktioniert.

Eclipse 3.3

Sowohl in einem leeren Eclipse 3.3 (Eclipse IDE for Java Developers) als auch in einem Eclipse 3.3 mit installierter Web Tools Platform (Eclipse IDE for Java EE Developers) [3] lassen sich die Plug-ins nicht installieren, da die Basis für JGear aus zu vielen Eclipse-3.2-Bestandteilen besteht, wie z.B. einem GEF 3.2.

Es konnte natürlich nicht jede Konstellation getestet werden, sodass vor einem Kauf dringend anzuraten ist, die Testversion in das verwendete Eclipse zu installieren. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass das JGear Plug-in in ein neues Verzeichnis installiert wird, um nicht das bereits lauffähige Eclipse zu beeinflussen.

JGear LiveSource for Eclipse 3.2

Mit JGear LiveSource wurde der Bereich der grafischen Entwicklung aus dem JBuilder 2007 extrahiert und als eigenständiges Produkt zur Verfügung gestellt. Dies sind die wichtigsten Merkmale des Plug-ins:

  • Grafischer Designer für Web Services
  • Grafischer Designer für EJB 2.1 und EJB 3.0
  • Together UML (LiveSource Klassen-Diagramme, Sequenz-Diagramme und State Charts)

Um JGear LiveSource zu verwenden, muss ein so genanntes „Java Modeling Project“ erstellt werden. Nach dem Anlegen des Projekts existiert zusätzlich zu den bereits bekannten Ansichten auch eine Modellierungsansicht (Abb. 3).

Abb. 3: JGear LiveSource in Aktion

Das Schöne an LiveSource ist die automatische Synchronisierung zwischen Quellcode und Diagramm. Diese Synchronisierung wird recht schnell durchgeführt und beeinflusst den normalen Entwicklungsfluss nicht. CodeGear verfolgt hier einen Quellcode-zentrierten Ansatz und das Plug-in eignet sich hervorragend, um in der Entwicklung schnell auf das Klassen-Diagramm zu schauen oder sich einen Überblick über neuen Quellcode zu verschaffen. Kenner von Together UML werden sicherlich einige altbekannte Elemente wiederfinden, aber auch Elemente vermissen, denn eine voll ausgestattete UML-Suite ist dieses Plug-in nicht. Dies war aber auch sicherlich nicht der Anspruch, es sollte vielmehr in Richtung RAD (Rapid Application Development) gehen. Die grafischen Designer für Web Services und EJB sind sehr gelungen und mehr als einen Blick wert.

Da es natürlich auch eine Zeit vor JGear LiveSource gab, ist es wichtig, vorhandene Projekte auch um die Ansicht von Klassen-Diagrammen zu erweitern. Hierfür existiert die Möglichkeit, nachträglich aus einem Java-Projekt ein „Java Modeling Project“ zu machen. Dies erfolgt nicht, wie erwartet, über das Kontextmenü, sondern über den Project Wizard.

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