Jetty 9 Countdown: Server wird flexibler

Eric Herrmann

Die Innovationen in Jetty 9 stehen im Zeichen der Langzeit-Entwicklung von Web-Protokollen: HTTP, SPDY und WebSockets sind schon an vielen Stellen im Einsatz, doch eine Standardisierung findet nur allmählich statt. Daher hat man sich bei Jetty 9 dazu entschlossen, das IO komplett umzugestalten.

Protokoll und Semantik werden fürderhin schon im Jetty-Kern getrennt. Damit werden HTTP über SPDY oder WebSocket über SPDY oder HTTP über HTTP denkbar. Alle Protokolle sind First Class Citizens und unpassende Schnittstellen müssen nicht über Mocks inaktiviert werden. Damit soll die Geschwindigkeit erhöht werden, während die Software verkleinert und vereinfacht wird. So wurden die vielen Connectors in einen einzelnen zusammengefasst, der in Factories für SSL, HTTP, SPDY oder WebSockets erweitert wird. Auf diese Art lassen sich neue Protokolle simpler nachrüsten, sobald sie erscheinen.

Jetty 9 wird Java 1.7 voraussetzen. Das Servlet-API wird in Version 3.0 verwendet. Jetty 7 und -8 werden weiterhin Support erhalten, während Versionen 5 und 6 dringend erneuert werden sollten. Mit dem abwärtskompatiblen Servlet API will man langfristig die Zahl der aktuellen Versionen reduzieren.

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Eric Herrmann
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