Jersey 2.0 M1 erschienen: JAX-RS 2.0 wird Realität

Hartmut Schlosser

Für die JAX-RS 2.0 Spezifikation – auch bekannt als JSR 339: Java API for RESTful Web Services – steht zurzeit ein Early Draft zur Einsicht bereit. Diskussionsbeiträge zum Entwurfspapier können noch bis zum 10. März eingereicht werden – da eilt die Referenzimplementierung Jersey voraus und präsentiert bereits jetzt den ersten Meilenstein-Build für Jersey 2.0.

Es handelt sich um eine völlig neue Codebasis, die Spec Lead Marek Potociar der Community da vorlegt. Jersey 2 nutzt die Glassfish-Technologie HK2 für das Dependency Injection und kommt mit einem neuen asynchronen Design daher. JAX-RS-Ressourcen lassen sich programmatisch per API definieren. Das alte Jersey 1.x Client API kommt nicht mehr zum Einsatz, statt dessen bedient man sich des JAX-RS Client APIs. Laut Potociar soll auch das Test Framework in Jersey 2.0 flexibler erweiterbar werden.

Ob dies bereits der Fall ist, lässt sich nun ausprobieren. Die Dokumentation für Jersey 2.0 M1 liegt vor. Der Quellcode steht auf der java.net-Projektseite zur Verfügung. Eine detaillierte Beschreibung des aktuellen Jersey-Standes liefert Marek Potociar in seinem Blog.

Bleibt zu hoffen, dass sich die JAX-RS-Spezifikation nicht mehr allzu stark verändert, sodass auch an Jersey 2.0 nicht mehr viel herumgeschraubt werden muss. Zu erwarten steht dies freilich nicht, sind zahlreiche Jersey-Entwickler doch auch Teil des JSR-Expertenteams. Außerdem war die Devise „Spec First“ in der Vergangenheit nicht immer erfolgreich und wird heute immer öfter durch einen Code-First-Ansatz abgelöst. Was sich in Jersey bewährt, hat sicherlich auch Einfluss auch den JSR 339, und das ist gut so.

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Hartmut Schlosser
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