Continuous Integration

Jenkins 2.0: RC1 und finales Release-Datum enthüllt

Hartmut Schlosser

© Shutterstock/ Everett Collection

Der Knigge der offenen Softwareentwicklung sieht vor, nach diversen Alpha- und Beta-Versionen Kandidaten für das finale Release zu präsentieren. Folge leistet der populäre Continuous-Integration-Server Jenkins, der nach der Beta-Version letzte Woche nun den ersten Release-Kandidaten für Jenkins 2.0 vorlegt und – das mag für viele die wichtigere Meldung sein – dabei Hinweise auf das Veröffentlichungsdatum der finalen Version preis gegeben hat.

Jenkins 2.0 RC1

Beginnen wir mit dem Release-Kandidaten: Spektakuläre Neuerungen sind im Jenkins 2.0 RC1 freilich nicht zu erwarten gewesen – dennoch ist das Team auf die Spur einiger Bugs gekommen, die nun behoben sind. Vor allem die Stabilisierung einer System-Property fällt auf, die von Konfigurationsmanagement Tools wie Puppet, Chef oder Ansible genutzt werden kann, um den Jenkins Gettings Started Wizard zu umgehen. Da solche Werkzeug üblicherweise über eigene Mechanismen verfügen, um die Korrektheit der Jenkins-Installationen zu überprüfen, ist das ein durchaus sinnvoller Schritt.

Generell ist das Highlight von Jenkins 2.0 der eingebaute Support für Delivery Pipelines. Das Pipeline-Plug-in stellt eine domänenspezifische Sprache (DSL) bereit, mit der solche Auslieferungspipelines modelliert werden können (Stichwort: Pipeline as Code).

Schon in der zurückliegenden Beta-Version wurden hier alle Weichen gestellt: mehrere Plug-ins kamen hinzu, die dem Entwickler bei der Arbeit mit Pipelines unter die Arme greifen: übersichtliche Visualisierung mit Pipeline Stage View, automatisches Erstellen von GitHub-Projekten mit dem GitHub Branch Source Plug-in und das Erstellen von Bitbucket-Projekten mit dem Bitbucket Branch Source Plug-in. Damit Entwickler beim Upgrade von Jenkins 1.x auf 2.0 ihre Pipeline-Plug-ins besser im Blick haben, erscheint zudem ein Popup, das darauf hinweist, die passenden Pipeline-Plug-ins zu installieren.

Jenkins 2.0 – wann?

Und wann ist denn nun aber mit dem finalen Jenkins 2.0 zu rechnen?

Wie R. Tyler Croy auf dem Jenkins-Blog ausführt, sind einige Wochen geplant, um die diversen Release-Kandidaten zu testen. Die Roadmap sieht einen letzten Release-Kandidaten am 20. April vor, bevor am 26. April die koordinierten „Launch Marketing-Aktivitäten“ anlaufen sollen. Konkret:

Get ready for a big exciting release of 2.0 at the end of April!

Bis dahin ist die Community aufgerufen, die Release-Kandidaten zu testen und etwaige Ungereimtheiten zu melden – nach guter Open-Source-Knigge-Manier. Zum Download geht es hier.

Übrigens: Wer auf der Suche nach einem geeigneten CI-Server für sein Projekt ist, sollte sich den Vergleich auf JAXenter nicht entgehen lassen: CI-Server im Vergleich: Jenkins vs. CruiseControl vs. Travis.

Aufmacherbild: Room Service von Shutterstock / Urheberrecht: Everett Collection

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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