Continuous Delivery

Jenkins 2.0 bringt Pipeline as Code und mehr Benutzerfreundlichkeit

Melanie Feldmann

© Shutterstock / nostal6ie

Mit der Version 2.0 haben sich die Jenkins-Entwickler auf drei Schwerpunkte fokussiert: bessere Unterstützung für Delivery-Pipelines, verbesserte Benutzerfreundlichkeit und Rückwärtskompatibilität.

Ich bau mir meine Pipeline

Um Continuous Delivery effizient zu nutzen, brauchen Entwickler einen flexiblen Weg ihre gesamte Delivery-Pipeline zu modellieren, zu orchestrieren und zu visualisieren. „The automation that happens between a commit and a production has significantly grown in its scope. Because of this, the clothing that used to fit – aka „freestyle project“, which was the workhorse of Jenkins – no longer fits,“ erläutert der Jenkins-Erfinder Kohsuke Kawaguchi in einem Blogpost. Deswegen kommt mit Jenkins 2.0 eine  DSL (Domain-specific Language) auf der Basis von Groovy, die Nutzern dabei hilft ihre Delivery-Pipelines als Code zu modellieren. Die Definitionen landen in einer Jenkinsfile. Die Pipeline kann nicht nur getestet werden, auch eine Versionskontrolle parallel zum restlichen Code des Projekts ist möglich. Die DSL macht es einfacher und schneller eine simple „Bauen-Testen-Deployen“-Pipeline oder eine ausgefeiltere Pipeline aufzusetzen.

Mehr Übersichtlichkeit im Plug-in-Dschungel

Mit Jenkins zu starten kann frustrierend sein, wenn der Nutzer vor lauter Plug-ins den Überblick verliert. Die Vielzahl an Plug-ins für Jenkins ist eben Fluch und Sehen zugleich. Deswegen sind bei Jenkins 2 jetzt ab Start empfohlene Plug-ins mit dabei. Die Entwickler geben ganz im Sinne des Paretoprinzips an, dass die empfohlenen Plug-ins 80 Prozent der Anwendungsfälle abdecken sollen. Auch die Konfiguration ist einfacher geworden, da die Konfigurationsseite ein Redesign bekommen hat. Auch die „Create Item“-Seite sieht jetzt mit Icons für die verschiedenen Job-Typen übersichtlicher aus. Sobald die Anzahl an Jobs einen Grenzwert übersteigt, werden Item-Typen automatisch in Kategorien sortiert.

Rückwärtskompatibilität

Jenkins 2  ersetzt die Jenkins-1.x-Serie und soll 100 Prozent rückwärtskompatibel sein. Doch ein wenig Vorsicht ist dennoch geboten. Jenkins 2 braucht jetzt mindestens Servlet 3.1 (z. B. Tomcat 8). Darauf sollten Entwickler vor allem achten, wenn sie nicht die integrierte Variante von Winstone-Jetty installiert haben. Außerdem unterstützt Jenkins 2 mit Winstone-Jetty-Containern kein AJP (Apache JServ Protocol) mehr. Vor dem Upgrade sollte sichergestellt sein, dass Jenkins mit einem Reverse Proxy über HTTP kommuniziert.

Nach diesem Release kehrt Jenkins nun auch wieder zu seinem zweiwöchentlichen Release-Zyklus zurück.

Aufmacherbild: Equipment, cables and piping von Shutterstock / Urheberrecht: nostal6ie

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: