Die Finalisten der JAX Innovation Awards 2014

JAX Innovation Awards: Smart Homes mit openHAB

Hartmut Schlosser

Das Heimautomatisierungsprojekt openHAB ist einer der Finalisten der JAX Innovation Awards 2014 in der Kategorie „Most Innovative Open Technology.“ Kai Kreuzer und Thomas Eichstädt-Engelen stellen uns das Projekt genauer vor und erläutern, warum  offene Technologien wichtig für eine innovative IT sind.

JAX Innovation Awards 2014

Bis zum 12. Mai können Sie noch am Community Voting teilnehmen! Einfach auf http://jax.de/awards2014/ gehen und mitvoten!

Die Finalisten sind:

Most Innovative Java Technology: Atmosphere Framework, Frege Language, Neo4j graph database, Spring Boot, Vert.x
Most Innovative Open Technology: Akka, Docker, NGINX, openHAB, RoboVM
Most Innovative Open Tech Business:CloudBees, Hazelcast, JFrog, Neo Technology, Ohloh

Stimmen Sie ab!

JAXenter: Können Sie das openHAB-Projekt kurz vorstellen?

Kai Kreuzer, Thomas Eichstädt-Engelen: Das Projekt openHAB (open Home Automation Bus) wurde Anfang 2010 von Kai Kreuzer für seine eigenen Heimautomatisierungs-Bedürfnisse als Open-Source Projekt gegründet. Das in Java implementierte Projekt nutzt OSGi zur Modularisierung und baut auf einer Reihe von Eclipse Projekten wie Equinox, Jetty, EMF und Xtext auf. Aufgrund der klaren Architektur und der daraus resultierenden leichten Erweiterbarkeit der Software bildete sich schnell eine sehr aktive Community. Diese sorgt mit zahlreichen Contributions für eine stetig wachsende Liste unterstützter Technologien (derzeit ca. 70 – http://www.openhab.org/features-tech.html).

JAXenter: Welche Probleme lösen Sie mit openHAB?

K.K., T.E.: Der Heimautomatisierungs- und IoT Markt ist sehr vielschichtig und fragmentiert. Beinahe jeden Tag kommen neue Hersteller mit neuen Geräte auf den Markt. In aller Regel bieten diese Hersteller aber ihre eigene App und ein eigenes proprietäres Backend an. Daher ist es nahezu unmöglich, übergreifende Automatisierungslogiken zu realisieren. Die Temperatur- bzw. Luftgütewerte von bspw. Netatmo-Sensoren können normalerweise nicht in Farbwerte umgerechnet und dann mit einer Philips Hue angezeigt werden, wenn das nicht von vorne herein durch den Hersteller so vorgesehen ist.

openHAB löst dieses Problem, indem es die unterschiedlichen Technologien mittels Binding an sich bindet. Dabei werden die externen Daten und Protokolle in ein internes Datenformat umgewandelt. Auf diesem einheitlichen, internen Format können dann übergreifende User Interfaces und Regeln operieren.

JAXenter: Wer sind Ihre hauptsächlichen Nutzer?

K.K., T.E.: Zielgruppe von openHAB sind technikaffine Nutzer, die ihre Heimautomatisierungsgeräte- und Servicelandschaft komfortabel steuern wollen und sich nicht auf ein Vendor-lock-in einlassen möchten.

JAXenter: Welche nächsten Ziele stehen auf Ihrer Roadmap?

K.K., T.E.: Neben vielen kleinen Zielen, wie der Integration neuer Technologien, die aktuell schon als Pull Request vorliegen, steht für Ende Mai das 1.5 Release auf dem Plan (vorläufige Release-Notes siehe https://github.com/openhab/openhab/wiki/Release-Notes-1.5).

Darüber hinaus werden wir sehr bald die Entwicklung von openHAB 2.0 beginnen. Dieses Release wird das erste Release basierend auf dem ebenfalls von uns gegründeten Eclipse SmartHome Projekts (siehe http://www.eclipse.org/smarthome) sein. Damit einhergehend wird es eine Reihe neuer Features, wie z.B. neue User Interfaces für den Setup- und Konfgurationsprozess, sowie modularisierbare Regeln (Modules) geben.

JAXenter: Warum denken Sie sind offene Technologien wichtig für eine innovative IT?

K.K., T.E.: Nur offene Technologien können leicht von vielen adaptiert werden und führen daher letztlich zum Erfolg. Ohne die Offenheit hätte sich keine Community um openHAB bilden können, und ohne diese Community würden heute nicht so viele verschiedene Technologien unterstützt werden. Die Menge der unterstützten Technologien ist aber der Schlüssel zum Erfolg der Plattform. Dieser führt dazu, dass weitere Entwickler zur Community hinzustoßen, die wiederum noch mehr Technologien anbinden … und so weiter! Mit dieser Geschwindkeit können geschlossene System auf Dauer einfach nicht mithalten.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: