JAX-Blog: Warum sich keiner die Haare von fünf Swing-Entwicklern schneiden lassen würde

Hartmut Schlosser

Da wir mit dem intensiven Teil unserer aktuellen Jubula-Roadshow begonnen haben, konnte ich dieses Mal leider doch nur einen Tag auf der JAX-Konferenz verbringen. Trotz der kurzen Zeit habe ich es geschafft, mir ein paar Vorträge anzuhören und interessante Gespräche zu führen.

Ich freue mich immer, wenn eine Konferenz eine gute Themen-Mischung aufzuweisen hat. Gerade für mich waren die zwei Vorträge über UI Design an dem Dienstag besonders interes-sant. Der erste Talk von Karsten Lentzsch „Warum so viele kluge Leute schlechte Oberflächen entwickeln“ gefiel mir schon am Anfang vom Format her: Eine Auswahl an Geschichten aus der Praxis mit den daraus gelernten Best Practices. Auch seine Aussage, dass wir keine Wunderkin-der sein müssen, um in diesem Bereich gute Ergebnisse zu erzielen, fand ich ermutigend. Laut seiner Analogie verstehen wir schon die Vokabeln und die Grammatik dieser Sprache, aber die Gebräuche und Kultur des Landes fehlen uns noch. Karsten traf das richtige Gleichgewicht zwischen Lob für unsere Klugheit und nützlicher Kritik für häufig vorkommende Design-Probleme. Meine persönlichen Highlights der Präsentation waren seine Anmerkung, dass keiner sich die Haare von fünf Swing-Entwicklern schneiden lassen würde, sowie der Vorschlag, einen „Oh Schade“- Knopf anstelle des „OK“-Buttons an Fehlerdialogen zu platzieren.

Der zweite Vortrag war „Ergonomische UI Design“ von Alexander Klein. In der ersten Hälfte des Talks wurden Paper-Prototyping, Archetypen und Personas, sowie das frühe Einbeziehen von Benutzern vorgestellt. Die Ähnlichkeiten zwischen dem Prozess für gutes UI Design und gute Akzeptanzkriterien fallen deutlich auf – wir sollten wirklich unsere Zielgruppe beachten! Die zweite Hälfte brachte schöne Beispiele über unsere optische Wahrnehmung, einschließlich ausgezeichneter Bilder von misslungenen Designs.

Der letzte Vortrag des Tages war der unsere. Trotz des langen Tages und des etwas versteckten Raums konnten wir um die 40 Zuhörer begrüßen. Der Vortrag hat mich wieder daran erinnert, dass 30 Minuten wirklich sehr schnell vorbeifliegen! Ich denke, dass die Grundsätze von Jubula trotzdem gut angekommen sind.

Im Laufe des Vortrags haben wir auch den zweiten Eclipse Testing Day angekündigt. Der Aufruf zu Beiträgen läuft schon – mich würde es zum Beispiel sehr interessieren, in diesem Jahr auch etwas über Usability Testing zu hören 😉

Meine Zeit auf der JAX war dieses Mal wirklich zu kurz – ich habe bei weitem nicht alle sehen können, die ich treffen wollte (und ich hätte gerne noch eine oder zwei Runden Kicker gespielt!). Es kommen aber viele Veranstaltungen in den nächsten Monaten, wo die üblichen Verdächtigen sowie neue Gesichte sich treffen können. Bis bald!

Alexandra Imrie hat einen Abschluss als Master of Phonetik/Phonologie. Sie beschäftigt sich bei der BREDEX GmbH mit den Konzepten und der Planung für GUIdancer sowie mit Dokumentation, Kundensupport und Demos.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.