Mobile- & IoT-Track JAX 2016

JAX 2016: Der richtige Cross-Plattform-Compiler und Arduino auf dem Merkur

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/Rawpixel.com

Mitte April hat die JAX 2016 in die Rheingoldhalle geladen: Entwickler jeder Façon kamen zusammen, so gab es neben den Tracks zu Themen wie Microservices oder Architektur auch einen Track zu Mobile- und IoT-Themen. Wir haben einige der Sessions herausgepickt und Ihnen die wichtigsten Infos zusammengetragen.

Cross-Plattform-Entwicklung

„Reuse concepts“ – darum geht es in der Cross-Plattform-Entwicklung. Die Nachricht, dass Microsoft die Java-Lösung für Cross-Plattform-Entwickler RoboVM einstellt, hat wohl einige Mobile-Entwickler ein wenig ins Schwitzen gebracht. Alternativen gibt es einige auf dem Markt, bei ihrer JAX Session hoben Wofgang Frank (arconsis IT-Solutions GmbH) und Steffen Müller (Incloud GmbH) aber vor allem Xamarin als den Musterschüler unter den Cross-Compilern hervor. Vergleichbar ist außerdem die Multi-OS Engine, so Wolfgang Frank: Auch wenn diese sich noch in den Kinderschuhen befindet, so verspricht er sich von ihr, dass sie, mit noch etwas mehr Entwicklungszeit, mit Xamarin auf Augenhöhe konkurrieren kann. Multi-OS ist closed source und ein Produkt von Intel, damit können Java-Entwickler sowohl Android- als auch iOS-Apps entwickeln. Ein Pluspunkt neben der Wiederverwendung des Java-Codes: Native Android- und iOS-UIs können mit entsprechenden erweiterten Android Studio Capabilities erstellt werden.

Direkt nach seiner Session haben wir Steffen Müller zum Interview gebeten: Was HTML5-Apps taugen, warum Xamarin so beliebt ist und was er sich von der Zukunft der Cross-Plattform-Entwicklung wünscht, sehen Sie hier.

Unity 3D

Aus einem für viele JAX-Besucher eher fernen Bereich, nämlich der Spieleentwicklung, kommt Unity 3D. Für Steffen Müller ein Beispiel gelungener Cross-Plattform-Entwicklung. Damit lassen sich Spiele nicht nur für bestimmte PC-Betriebssysteme entwickeln, sondern auch für diverse Konsolen und mobile Plattformen wie iOS, Android oder auch Windows Phones und BlackBerry 10 – wenn man das denn möchte. Die Engine kann nicht nur in der Welt der Games eine Rolle spielen, auch für Virtual-Reality-Projekte kann sie eine gute Wahl sein. Die „Personal Edition“ gibt es kostenfrei auf der Website der Spiele-Engine.

API Summit 2018
Christian Schwendtner

GraphQL – A query language for your API

mit Christian Schwendtner (PROGRAMMIERFABRIK)

DDD Summit 2018
Nicole Rauch

Domain-Driven Design für Einsteiger

mit Nicole Rauch (Softwareentwicklung und Entwicklungscoaching)

May the bots be with you

Arduino Challenge bei der JAX 2016

Arduino Challenge bei der JAX 2016

Arduino Challenge JAX 2016

Arduino Challenge JAX 2016

 

 

 

 

 

 

 

Wenn man von IoT-Themen im Zusammenhang mit der JAX spricht, dann muss man auch über den Workshop von Bernhard Löwenstein sprechen. In den letzten Jahren hat er mit Lego Mindstorms viele bastel- und programmierfreudige Entwickler gelockt, in diesem Jahr rief er zur Arduino Challenge „Mission on Mercury“ auf. 12 Teams stellten sich der Herausforderung, innerhalb von 150 Minuten einen Roboter zu bauen und zu programmieren, der „nach seiner Landung am Merkur teils ferngesteuert, teils autonom zur Höhle findet und dort entsprechende Messungen durchführt“.

 Tatsächlich haben einige Roboter ihre Mission erfolgreich durchgeführt, ein paar erste Schritte sehen Sie im folgenden Video:  


Das nächste große Ding: Virtual Reality

Um Virtual Reality ging es bei der Session von Carsten Sandtner (mediaman GmbH). Wir haben ihn kurz vor seiner Session zum JavaScript API WebVR befragt, das er auch in seiner Session vorgestellt hat.

sandtnerHinter WebVR stehen derzeit hauptsächlich Mozilla und Google. Die Chancen für eine großflächige Verbreitung sehe ich gegeben, denn bereits heute beinhaltet der aktuelle Firefox eine Implementierung, Google Chrome hat in den aktuellen Betas ebenfalls eine Unterstützung. Die visuelle Grundlage für virtuelle Realität ist mit WebGL bereits standardisiert, etabliert und in nahezu jedem Browser vorhanden.

Auf die Frage, wo er großes Potenzial für Virtaul Reality sieht, antwortet Sandtner:

Und im Schulungs- und Bildungsbereich gibt es für VR noch unzählige Einsatzzwecke, so dass ich davon ausgehe, dass VR sich nicht nur im Spielebereich durchsetzen wird.

Das vollständige Interview finden Sie hier.

 Aufmacherbild: Diverse People Digital Devices von Shutterstock / Urheberrecht: Rawpixel.com

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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