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Der JAX-Kontext

JAX 2015 ist eröffnet: Das Klassentreffen der „Generation Java“

Hartmut Schlosser

21. April, 8:30, Mainz, Rheingoldhalle – es ist wieder JAX-Time! In einem prall gefüllten Keynotesaal hat Java-Magazin-Chefredakteur Sebastian Meyen die JAX-Hauptkonferenz eröffnet.

Die über 2000 erwarteten Teilnehmer dürfen sich auf mehr als 230 Sessions, Keynotes und Workshops, gehalten von nationalen und internationalen Stars der Java-Szene einstellen. Was ist die JAX? Ein Klassentreffen der „Generation Java“, wie Meyen mit Blick auf das 20jährige Jubiläum der Java-Sprache kommentierte.

Generation Java

Doch was zeichnet die „Generation Java“ aus? Nun, in der Tat ist es so, dass die Community, die sich seit 20 Jahren um Java herum gebildet hat, weit mehr ist als eine lose Gruppe von Personen, die zufälligerweise auf dieselben Technologien zurückgreifen. Mit „Java“ ist gleichzeitig ein gewisser Stil bezeichnet: ein Programmierstil, ein Architekturstil, eine gewisse Haltung zu Open Source und nicht zuletzt eine offene Kommunikationskultur, bei der es darum geht, allgemeine Probleme der IT-Ingenieurskunst in einer standardisierten Art und Weise zu lösen.

Nach wie vor gehen wichtige Impulse von der Java-Welt aus – auch zu modernen Themen wie Mobile, BigData und Internet of Things. Es gibt quasi kein Bereich der IT, in der die Java-Community bzw. die JVM-Plattform nichts Wesentliches beizutragen hätte.

Der JAX-Kontext

Was sind nun aber die aktuellen Themen, der sich der IT-Welt zu stellen hat? Der Kontext, in dem sich moderne Java-Entwickler bewegen, reicht weit über die Grenzen der JVM-Plattform hinaus. Dieser Gesamtkontext ist auch das Leitmotiv, das sich wie ein roter Faden durch das Programm der JAX 2015 zieht.

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Sebastian Meyen eröffnet die JAX 2015

Einige Beispiele: Heutige Java-Entwickler müssen sich einem hochgradig dynamisch gewordenen Markt stellen, in dem die schnelle Anpassungsfähigkeit und die Möglichkeit, individualisierte IT schnell an den Kunden zu bringen, immer wichtiger werden. Wenn die Auslieferung von Software also zu einem wettbewerbskritischen Element geworden ist, müssen Unternehmen reagieren: Die DevOps Bewegung ist geboren. Das Interessante dabei ist, dass DevOps mittlerweile nicht mehr nur ein Buzzwort der Theoretiker ist. Im Jahr 2015 sehen wir immer mehr Erfolgsgeschichten von Unternehmen mit schnellen, automatisierten Auslieferungsketten (Continuous Delivery), von denen es viel zu lernen gibt. Wer hier nicht zuhört, ist in 5 Jahren womöglich vom Markt verschwunden – so einfach ist es.

Blockbuster

Die JAX trägt diesem Umstand mit zwei vollen DevOps Days Rechnung. Weitere Blockbuster: JavaScript – ebenfalls mit zwei Special Days vertreten. Das einstige hässliche Entlein ist längst zu einer ernstzunehmenden Sprache gereift, an der man nicht vorbei kommt. Denn Web-basierten Anwendungen gehört die Zukunft  – mit dem Browser als neuem, universellen Betriebssystem, das eben vor allem eine Sprache spricht: JavaScript.

Die parallel zur JAX stattfindende BigDataCon widmet sich den neuen Möglichkeiten der Datenspeicherung – ein Thema, das lange Zeit mit dem relationalen Ansatz erschöpfend behandelt schien. Waren Datenbanken früher eine Art Blackbox, in die es nicht reinzuschauen galt, hat sich das durch die NoSQL- und BigData-Bewegung radikal geändert. In Zeiten der Datability wird es wieder interessant, sich den neuen Chancen und Herausforderungen der Datenspeicherung und Analyse zu stellen.

Das ist die JAX 2015

Neben den klassischen Tracks zu Java 8, Java EE und JVM-Sprachen bietet die JAX im Jahr 2015 also die Möglichkeit, den 360-Grad-Blick auf den Gesamtkontext zu gewinnen – mit Themen wie Agile Business, Polyglotte Programmierung, Microservices, Continuous Delivery, Container-Technologien, Cloud, etc.

Nutzen Sie diese Möglichkeit, öffnen Sie sich neuen Impulsen, finden Sie Lösungen auf Ihre spezifischen Probleme. Hören Sie, diskutieren Sie, Hacken Sie – und haben Sie Spaß!

Das ist die JAX 2015.

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Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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