OpenJS Foundation nimmt erste Incubation-Projekte auf

JavaScript: OpenJS Foundation übernimmt AMP

Ann-Cathrin Klose

© Shutterstock / twilllll

AMP ist auf dem Weg in die noch junge OpenJS Foundation. Nach nvm ist AMP damit das zweite Incubation-Projekt der Stiftung, die bereits einige Projekte auf höheren Stufen aufgenommen hat. Wer ist drin?

Die erst in diesem Jahr gegründete OpenJS Foundation hat ihre ersten Incubation-Projekte vorgestellt: Der Node Version Manager (nvm) ist Anfang Oktober als erstes Projekt offiziell in den Incubation-Prozess aufgenommen worden. Mit AMP folgte nun das zweite Incubation-Projekt für die Foundation. Die Incubation-Phase ist für Projekte vorgesehen, die eine Aufnahme in die Foundation anstreben, aber noch nicht den vollständigen Prozess dafür durchlaufen haben.

AMP wechselt in OpenJS Foundation

Der Wechsel von AMP in die OpenJS Foundation stellt den nächsten Schritt des Plans für eine neue Projektführung dar, der im vergangenen Jahr vorgestellt wurde. Ursprünglich von Google entwickelt, wurde AMP 2018 an ein Technical Steering Committee übergeben, das sich aus Vertretern verschiedener Unternehmen zusammensetzt. Hinzu gekommen sind außerdem ein Advisory Committee und Working Groups. Auch der Übergang des AMP-Projekts in eine Stiftung war zu diesem Zeitpunkt schon angekündigt worden. Nun habe man sich für die OpenJS Foundation entschieden und den Aufnahmeprozess angestoßen, wie im offiziellen AMP-Blog mitgeteilt wurde.

Dieser Schritt bedeutet jedoch nicht, dass Google sich gänzlich aus der Projektführung der Accelerated Mobile Pages zurückzieht. Die OpenJS Foundation wird von vier Platin-Geschäftsführern geleitet, die von den größten Sponsoren der Stiftung ernannt werden. Google stellt einen davon; die anderen drei stammen von Microsoft, IBM und Joyent, dem Sponsor von Node.js. Google ist also auch in der OpenJS Foundation an der Weiterentwicklung von AMP beteiligt. Die Stiftung legt jedoch großen Wert darauf, dass die unter ihrem Schirm stehenden Projekte unter Mitwirkung der Community weiterentwickelt werden. Auch die offene Projektführung ist eine explizites Ziel der Stiftung.

Weitere Projekte der Foundation: jQuery, webpack und Node.js

nvm und AMP stellen die ersten Incubation-Projekte, aber nicht die ersten Projekte unter dem Schirm der OpenJS Foundation dar. Einen Überblick gibt die Projects-Seite der Stiftung, die auch die verschiedenen Stufen beschreibt, auf denen sich Projekte befinden können: Die Impact Stage umfasst große, ausgereifte Projekte, die von etablierten Communities gepflegt und auf Enterprise-Level genutzt werden. Auf dieser Stufe befinden sich derzeit Appium, Node.js, Dojo, webpack und jQuery. Von Projekten auf dieser Stufe wird erwartet, dass sie aktiv im Cross Project Council der Stiftung mitwirken. Auf der Stufe der Growth Projects finden sich Projekte, die sich zur Impact Stage weiter entwickeln möchten. Diese Projekte bekommen Mentoren aus dem Cross Project Council und sollen unter anderem an der Entwicklung ihrer Communities arbeiten. Die Stufe umfasst derzeit sechs Projekte: architect, Node-RED, Intern, WebdriverIO, Mocha und webhint.

Die größte Zahl an Projekte der OpenJS Foundation findet sich derzeit auf der Stufe „At-Large“, die sowohl junge Projekte als auch solche umfasst, die zwar etabliert sind, aber wenige Ressourcen benötigen. Auf dieser Stufe sind unter anderem ESLint, Grunt und Lodash zu finden. Daneben umfasst die Foundation auch Projekte auf Emeritus-Stufe, die ihr End-of-Life erreicht haben oder bald erreichen, beispielsweise jQuery UI und jQuery Mobile.

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Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose hat allgemeine Sprachwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Bereits seit Februar 2015 arbeitete sie als redaktionelle Assistentin bei Software & Support Media und ist seit Oktober 2017 Redakteurin. Zuvor war sie als freie Autorin tätig, ihre ersten redaktionellen Erfahrungen hat sie bei einer Tageszeitung gesammelt.
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