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Javalin 2.0 veröffentlicht - So geht’s weiter!

Javalin 2.0 ist da: Web-Socket-Implementierung und Testsuite komplett überarbeitet

Katharina Degenmann

© Shutterstock / gerasimov_foto_174

Javalin ist in Version 2.0 erschienen und es wurde an über 180 Schräubchen – gemeint sind Dateien – gedreht. Das ist übrigens mehr oder weniger die gesamte Code-Basis. In seiner neuesten Version soll das gemeinsame Web Framework für Java und Kotlin, die Interoperabilität zwischen den Sprachen verbessern. Wir werfen einen Blick auf die neuen Features.

Javalin ist ein Web Framework, mit dem sich Apps sowohl für Kotlin als auch für Java erstellen lassen, d.h. das API wurde mit dem Fokus auf Interoperabilität zwischen den beiden Sprachen designt. Dabei zielt das auf Jetty-Servern basierte Framework vor allem darauf ab, leichtgewichtig und übersichtlich zu sein. So sei die Erweiterung von Klassen gar nicht und die Implementierung von Interfaces nur sehr selten notwendig. Außerdem besteht Javalin lediglich aus wenigen tausend Zeilen Code.

Javalin 2.0 – Die neuen Features

Auch in seiner neuesten Version soll Javalin durch seine benutzerfreundliche Anwendung überzeugen und verspricht großartige Erlebnisse für Entwickler. Dem Gitlog zufolge wurden insgesamt mehr als 180 Dateien geändert, darunter fallen etwa 5000 Erweiterungen und ca. 5500 Löschungen vorgenommen. Unterm Strich wurde so beinahe die gesamte Code-Basis überarbeitet.

Die größten Neuerungen betreffen allerdings die Web-Socket-Implementierung und die Testsuite, die eigens für Javalin 2.0 neu geschrieben wurden. Außerdem wurde die Unterstützung für ETag und eine Methode zur automatischen Generierung von ETags hinzugefügt. Zur einfacheren Einbindung der eigenen Mapper-/Rendering-Engines, hat man bei Javalin die gesamte JSON- und Template-Funktionalität modularisiert. Die Template-Funktionalität wurde so komplett in eine einzige ctx.render()-Funktion überführt, die die entsprechende Engine basierend auf der Dateiendung verwendet.

Hinzugefügt wurden außerdem:

  • Ein RequestLogger-Interface { ctx, ExecutionTime -> ...}
  • Die Option, 405 anstelle von 404 zurückzugeben, der die verfügbaren Methoden für den Pfad auflistet
  • Eine Reihe von Standard-Responses, sodass throw BadRequestResponse() genutzt werden kann
  • Ein CrudHandler, um einigen Boilerplate bei der Erstellung von Standard-CRUD-APIs zu entfernen
  • Die Unterstützung für WebJars

„More Library than Framework“

Javalin ist dabei mehr Bibliothek als Framework, wie die Entwickler betonen. Die Bibliothek selbst ist größtenteils in Kotlin geschrieben, verfügt aber über ein paar in Java geschriebene Kernklassen, um die bestmögliche Interoperabilität zwischen den beiden Sprachen zu erreichen. Wer also seine Projekte von Java nach Kotlin migrieren möchte, muss sich dafür dank Javalin kein Bein mehr ausreißen.

Auf der Homepage des Frameworks bieten die Entwickler einen Leitfaden an. Weitere Informationen zu Javalin finden sich in diesem Artikel zum Nachlesen.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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