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JavaFX steuert in offene Gewässer: Weitere Komponenten werden Open Source

Hartmut Schlosser

Die lange Zeit hinter verschlossenen Türen stattgefundene Entwicklung des UI-Frameworks JavaFX soll nach und nach in die offenen Strukturen des OpenJFX-Projektes überführt werden. Diesem Ziel ist man wieder ein Stückchen näher gekommen. Wie Oracles Pavel Safrata auf der Mailing-Liste mitteilt, wurden weitere JavaFX-Komponenten quelloffen zur Verfügung gestellt.

Es handelt sich dabei um die folgenden Teilprojekte:

  • javafx-anim: Komponente für Animationen und Timelines
  • javafx-common: Event-Delivery-Mechanismus und andere Core-Klassen
  • javafx-sg-common: Render Tree Interface
  • javafx-sg-prism: Prism-Implementierung des Render Tree Interface
  • javafx-geom: Geometrie- und Shapes-Implementierung
  • pisces: Java-Bestandteil der Pisces Rendering Engine, die in der Software Rendering Pipeline verwendet wird
  • javafx-logging: Logging Support
  • javafx-annotation-processor: Build Tool zur Erzeugung von Buildern

Die Komponenten können ab sofort im OpenJFX-Repository eingesehen werden.

Die vollständige Open-Source-Stellung von JavaFX war ursprünglich bis Ende 2012 vorgesehen, aufgrund des Oracle-internen Release-Zyklus aber auf „frühestens Februar 2013“ verschoben worden.

OpenJFX-Leiter Richard Bair hatte im Oktober auf diese Release-Problematik hingewiesen: Der viermonatige Rhythmus der Sicherheitsupdates für Java sieht das nächste Security Release erst im Februar 2013 vor. Der Prozess der Open-Source-Stellung von JavaFX verlangt es aber, dass alle Bestandteile von JavaFX einem Sicherheitscheck unterzogen werden, wobei natürlich Bugfixes nötig werden. Zum Stopfen einiger Sicherheitslöcher müsse man indes sehr wahrscheinlich warten, bis das Security Release im Februar 2013 für Java veröffentlicht werde.

In diesem Zuge hatte Bair auch den Vorschlag unterbreitet, die Projekt- und Build-Infrastruktur für JavaFX anzupassen, um es einfacher zu machen, JavaFX mittels einer IDE weiterzuentwickeln. Über die letzten Jahre sei es ziemlich mühsam geworden, das Build-System zu bedienen, und man sei an einen Punkt angelangt, wo die Dinge nur noch schwer skalierbar seien.

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Hartmut Schlosser
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