Interview mit Anton Epple

"JavaFX-Anwendungen zu entwickeln macht eine Menge Spaß"

Hartmut Schlosser

JavaFX ist in aller Munde, und NetBeans bietet hierfür Support aus erster Hand. Gäbe es da einen besseren Gesprächspartner als NetBeans-Dreamteam-Mitglied Anton Epple, um sich auf den aktuellen Stand bringen zu lassen? Anton Epple erklärt uns vor allem, wie die Entwicklung mit JavaFX richtig Spaß machen kann – und klärt uns darüber auf, was es mit dem Projekt Easel in NetBeans 7.3 auf sich hat.

W-JAX Countdown

Anton Epple können Sie auf der W-JAX 2012 (5. bis 9. November 2012) live erleben:

Angry Duke – Physics Games mit JavaFX

Der Duke ist sauer: jemand hat seine JavaBeans geklaut. In dieser Session holen wir sie uns mit JavaFX und JBox2d zurück! Hier lernen Sie, wie mit JavaFX Spiele mit realistischer Spielphysik entwickelt werden. Also raus mit Laptop und Steinschleuder und ran an die Tasten.

Hitchhiker’s Guide to the NetBeans Platform

Modulare Desktopanwendungen, API-Design, Nodes, Serviceinfrastrukturen, OSGi, deklarative Programmierung, Lazy Loading, Lifecycle Management… Keine Panik! Es ist eigentlich ganz einfach. In dieser Session bekommen Sie eine komplette Tour durch das NetBeans-Universum, und dabei wird auch noch die Towel-Locator-Desktopanwendung gebaut, damit Sie immer wissen, wo Ihr Handtuch ist.

Alle Infos unter: www.jax.de

JAXenter: Der Duke ist sauer, weil jemand seine JavaBeans geklaut hat. Glücklicherweise holst du ihm in Deiner W-JAX-Session seine Bohnen wieder zurück – und zwar mittels JavaFX. Wie geht das?

Anton Epple: In meinem Talk kombiniere ich JavaFX mit JBox2D, der selben Physics Engine, die auch in der Android- und Chrome-Version von „Angry Birds“ verwendet wird. Heraus kommt dabei „Angry Nerds“ ein Spiel, bei dem Entwickler auf die Jagd nach fiesen Bugs gehen können – natürlich mit der Hilfe des Dukes! Es ist wirklich cool, wieviel Spaß man mit ein paar Grafiken, etwas Physik und JavaFX haben kann.

Ich hab‘ mir gerade noch ein BeagleBoard mit Touchscreen bestellt. Wenn das noch rechtzeitig ankommt, bringe ich es auf die W-JAX mit, dann können wir auch gleich testen, ob die JavaFX-Embedded-Version hält, was sie verspricht.

JAXenter: Spieleentwicklung mit JavaFX – das ist doch aber eher eine Spielerei, oder? Wir Java Enterprise-Entwickler haben es normalerweise mit seriöseren Themen zu tun. Ist JavaFX auch was für Enterprise?

Anton Epple: JavaFX ist hervorragend geeignet, um mit wenig Aufwand grafisch reiche Anwendungen zu bauen. Spiele sind das beste Beispiel, um das zu demonstrieren. Natürlich lassen sich damit auch Businessanwendungen bauen. JavaFX bringt da von Haus aus eine Menge Möglichkeiten mit.

Allein die mitgelieferten Charts sind es wert, sich JavaFX mal genauer anzusehen. Libraries wie DataFX und RedFX und ULC-Frameworks wie Dolphin helfen zusätzlich bei der Datenanbindung, und JFExtras liefert dann noch zusätzlich coole Controls.

Wenn’s eine große Dektopanwendung mit Fenstersystem, Service-Infrastruktur und modularem Aufbau sein soll, lässt sich JavaFX auch problemlos in die NetBeans RCP Platform einbinden. Ab Version 7.3 wird die JavaFX Runtime sogar mitgeliefert, da wird es voraussichtlich noch einfacher, seine Anwendung zum Beispiel mit JavaFX Charts anzureichern.

Vielleicht hakt es noch an der einen oder anderen Ecke, aber JavaFX-Anwendungen zu entwickeln macht eine Menge Spass, und das ist glaube ich nicht das schlechteste, was man über eine Technologie sagen kann.

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Hartmut Schlosser
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