JavaFX 2.0 als Teil einer Java Desktop Edition?

Hartmut Schlosser

Brauchen wir eine Java Desktop Edition? Sheikh Mohammad Sajid argumentiert in seinem Blog „Grow Up Java! Proposing Java Desktop Edition“ dafür, neben JavaSE und JavaEE ein „JavaDE“ einzuführen, eine auf die Entwicklung von Desktop-Applikationen getrimmte Java-Version, die Dinge wie ein Application Framework, Multimedia-Optionen und Browser-Funktionalitäten bereithalten würde. Auch JavaFX könnte Teil dieser JavaDE-Version werden, meint Sajid, und bezeichnet die Arbeiten an JavaFX 2.0 als großen Schritt nach vorne. Allerdings scheint er durchaus skeptisch, ob JavaFX jemals zu einem verbreiteten Industrie-Standard werden könnte.

Auch die Mehrheit der JAXenter-Leser begrüßt die neuen Entwicklungen um JavaFX 2.0. In unserem letzten Quickvote haben 34% der Teilnehmer JavaFX 2.0 als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet, doch genauso wie Sajid Zweifel angemeldet, ob Java dadurch den Durchbruch auf dem Desktop gelingen wird. Immerhin 27% billigen JavaFX 2.0 das Potential zu, Java als Client-Technologie populär zu machen.

Das Ergebnis im Überblick:

Welches Potential hat JavaFX 2.0?

  • JavaFX 2.0 ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch wird es Java schwer haben, den Durchbruch auf dem Client zu schaffen. (34%)
  • JavaFX 2.0 hat das Potential, Java als Client-Technologie populär zu machen. (27%)
  • Das kann ich derzeit nicht abschätzen. (22%)
  • JavaFX 2.0 ist der falsche Ansatz. Es gibt bessere Alternativen. (16%)
  • Teilnehmer: 236

Die Idee der Java Desktop Edition ist übrigens nicht neu. Beispielsweise hatte Apple-Entwickler Chris Adamson vor einigen Monaten eine ähnliche Konstellation vorgeschlagen, die er in folgendem Schaubild visualisierte:

Java-Modell nach Chris Adamson (Quelle)

Hätte eine Java Desktop Edition mit JavaFX 2.0 im Gepäck Ihrer Meinung nach Zukunftschancen?

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Hartmut Schlosser
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