Suche
Continuous JavaFX

Projekt OpenJFX: Vorabversion von JavaFX 11 für Embedded Devices aktuell verfügbar [Update]

Dominik Mohilo

© Shutterstock / WikaGraphic

Im März dieses Jahres wurde bekannt, dass das Framework JavaFX ab Java 11 nicht mehr Teil des Java SDKs sein würde. Stattdessen wird JavaFX seitdem als eigenständiges Projekt mit dem Namen OpenJFX von der Community weiterentwickelt. Die Veröffentlichung von JavaFX 11 steht unmittelbar bevor und auch für dessen Nachfolger scheint ein ungefährer Termin gefunden zu sein. Aktuell wurde eine Preview-Version für Embedded Devices veröffentlicht, etwa für den Raspberry Pi.

Die Veröffentlichung von JavaFX 11, dem ersten Release, das unter dem Dach des neu gegründeten offenen OpenJFX-Projektes erscheinen wird, steht unmittelbar bevor, derzeit befindet sich JavaFX 11 in der Release-Candidate-Phase. Laut dem bereits im Juni veröffentlichten Release-Plan war der 18. September als Stichtag vorgesehen, in einem aktuellen Blog-Post von Gluon ist die Sprache von der „zweiten Septemberhälfte“.

Since things are progressing as planned, we are confident we can release JavaFX 11 GA in the second half of September, close to the release of Java 11. A JavaFX 11 stabilisation repository has been created, in which only blocking issues will be fixed. From this repository, Gluon has been given responsibility for building and releasing JavaFX 11.

Quelle: Gluon

Warum das Unternehmen Gluon über JavaFX bzw. das Projekt OpenJFX schreibt? Nun, Johan Vos, Co-CTO von Gluon ist auch Co-Lead des OpenJFX-Projektes und eine der treibenden Kräfte hinter der Weiterentwicklung von JavaFX. Betrachtet man sich allerdings die Mailing-Liste des Projektes, so sieht man, wie aktiv und lebendig die JavaFX Community insgesamt ist.

Update vom 12. September 2018

In nicht einmal einem Monat wird OpenJFX 11 aller Voraussicht nach veröffentlicht werden, derzeit können die Nutzer schon auf die beliebten Early-Acces Builds zugreifen und testen, was das Zeug hält. Aktuell gibt es dort den EA Build mit der Nummer 25. Unterdessen befindet sich OpenJFX in der Release-Candidate-Phase, also der letzten Phase vor der Veröffentlichung.

Aktuell gibt es dennoch ein paar Neuigkeiten: Einerseits wird gerade (einmal mehr) über die Erschaffung einer JavaFX- bzw. OpenJFX-Webseite diskutiert, andererseits wurde die aktuellste JavaFX-Version (Early Access) für Embedded Devices (etwa den Rapsberry Pi) veröffentlicht, wie man bei Gluon lesen kann.

Diese Version von OpenJFX basiert auf exakt dem gleichen Code, der auch für JavaFX auf dem Desktop verwendet wird. Das Team von Gluon hat zudem ein Dokument veröffentlicht, in dem übersichtlich beschrieben wird, wie man JavaFX-11-Anwendungen auf einem Raspberry Pi zum Laufen bekommt.

Weitere Informationen gibt es auf dem Blog von Gluon.



JavaFX 12 und das Veröffentlichungsschema

Die Entwicklung von JavaFX 12 hat unterdessen schon begonnen, denn wie Gluon mitteilt, wird JavaFX grob der Release-Kadenz des JDKs anpassen und eine neue Version alle 6 Monate anpeilen. Das heißt JavaFX 12 könnte bereits im März das Licht der Welt erblicken, kein Wunder also, dass bereits jetzt daran gebastelt wird.

Natürlich ist das hehre Ziel, wie es auch bereits für Java argumentativ begründet wurde, Entwickler möglichst schnell mit Bugfixes und neuen Features zu beglücken. Features, die bereits kurz nach der Veröffentlichung einer „Major Version“ fertig sind, liegen dann nicht jahrelang auf Halde, bevor sie in der Produktion eingesetzt werden können.

Wie beim OpenJDK wird es auch für JavaFX ein Modell für den Lang Term Support geben, angeboten von Gluon (JavaFX Enterprise Support). Hintergrund dessen ist das gleiche Problem, dass man auch bei Java hat: Nicht jeder, vor allem nicht jedes Unternehmen, möchte in einem so schnellen Rhythmus die Versionen wechseln, wie sie nun veröffentlicht werden. Daher hat man sich bei Gluon entschlossen, ein Bezahlmodell von JavaFX anzubieten, das eine gewisse Sicherheit impliziert.

Hintergrund

Da sich verschiedene Komponenten (wie JavaFX eine ist) unterschiedlich schnell entwickeln, ist es laut Java Champion Johan Vos durchaus sinnvoll, die einzelnen Module vom Java-Kern zu entkoppeln:

Der Kern des JDK ist ein wunderbares Kunstwerk, das von sehr talentierten Engineers gepflegt wird. Um die Qualität dieses Kerns insbesondere bei schnellen Release-Zyklen zu gewährleisten, sollten alle Komponenten, die außerhalb des Kerns gewartet werden können, separat gewartet und veröffentlicht werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die OpenJFX-Module vom Kern entkoppelt werden – es ist eher überraschend, dass es noch so viele andere Module im Kern gibt.

Weitere Informationen zum aktuellen Status des Projektes gibt es auf der Mailing-Liste von OpenJFX und auf GitHub; den aktuellsten Build des Frameworks kann man auf der Projektseite herunterladen.

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: