Weniger Redundanz!

JEP 375: Pattern Matching für den instanceof-Operator (Zweite Preview)

Dominik Mohilo

© Software & Support Media GmbH / Bianca Röder

Kleinigkeiten machen das Leben aus. Und da Zeit auch – und vor allem für Entwickler – Geld ist, sollten unnötige und redundante Aufgaben möglichst verhindert werden. JEP 375 führt daher konsequent weiter, was mit JEP 305 bereits begonnen wurde: Die Einführung des Pattern Matching für Java.

Im Zuge des Projektes Amber wird unter anderem am sogenannten Pattern Matching für Java gearbeitet. Für den Operator instanceof wird das Pattern Matching in Java 14 Wirklichkeit werden. Durch Pattern Matching soll, so führt Brian Goetz in JEP 305 – Pattern Matching for „instanceof“ (Preview) aus, die Programmiersprache Java prägnanter und sicherer werden.

Ein sogenanntes Pattern ist im Grunde nichts anderes als eine Kombination eines Prädikats für eine bestimmte Zielstruktur und einer Reihe von dazu passenden Variablen. Gibt es bei der Ausführung der Anwendung Treffer für die Variablen, werden ihnen passende Inhalte zugewiesen. Die „Form“ von Objekten kann so präzise definiert werden, woraufhin diese dann von Statements und Expressions gegen den eigenen Input getestet werden.

Wurde in JEP 305 nur eine Art von Pattern vorgeschlagen (Type Test Pattern), hat die zweite Preview, die als JEP 375 – Pattern Matching for „instanceof“ (Second Preview) für JDK 15 vorgeschlagen wurde, noch das Deconstruction Pattern an Bord. Das Type Test Pattern besteht aus dem oben genannten Prädikat, das einen Typen spezifiziert, und einer einzelnen bindenden Variable. Das Deconstruction Pattern besteht aus einem Prädikat, das einen Record-Typ spezifiziert, und mehreren bindenden Variablen für die Komponenten des Record-Typs.

Die Nutzung von Pattern Matching in instanceof könnte für einen starken Rückgang nötiger Typumwandlungen in Java-Anwendungen sorgen. In zukünftigen Java-Versionen könnte dann Pattern Matching für weitere Sprachkonstrukte wie Switch Expressions kommen.

Weitere Informationen gibt es wie immer auf der Homepage des OpenJDKs.

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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