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IDE & Tooling Support: Neue Java-Gruppe vorgeschlagen

Dominik Mohilo

© Shutterstock / ViblyPhoto

Maurizio Cimadamore, Software Engineer bei Oracle, hat die Gründung einer neuen Java-Gruppe vorgeschlagen. Deren Sinn und Zweck soll es sein, die Unterstützung des OpenJDK in unterschiedlichen Tools und vor allem Enwicklungsumgebungen (IDEs) zu fördern und zu verbessern. Unterstützt wird dieses Vorhaben bereits von höchster Stelle…

Ein Entwickler ohne IDE ist wie ein Maler ohne Leinwand – irgendwie nicht gut ausgestattet. Ähnlich schlimm ist es, wenn die Farben nicht so richtig auf der Leinwand haften wollen, oder im Falle des Java-Entwicklers: Das Tooling und insbesondere die IDE nicht so richtig laufen. Auf dem diesjährigen OpenJDK Committer Workshop in Brüssel haben die Teilnehmer und Veranstalter daher ihren Wünsch geäußert, einen Kanal zu etablieren, auf dem über das OpenJDK Tooling bzw. vor allem den IDE-Support gesprochen werden kann.

Hintergrund der Geschichte ist, dass viele Entwickler quasi auf eigene Faust ihre liebsten Tools anpassen, weil sie dem Irrglauben aufsitzen, dass es gewisse Funktionen noch nicht gibt. Viel Entwicklungszeit wird somit möglicherweise unnötig vergeudet und es gibt im Zweifel die gleichen Funktionen in unterschiedlichen Ausführungen gleich mehrfach. Außerdem gibt es vielleicht IDEs oder Tools, die dem eigenen Zweck besser dienen könnten, als die derzeit verwendeten, man bleibt aber bei den eingeschränkten Tools, weil die Alternative nicht bekannt ist. Dieser Zustand soll sich mit der neuen Java-Gruppe „IDE & Tooling Support“ verbessern.

Netbeans und IntelliJ werden im Vorschlag von Maurizio Cimadamore als Paradebeispiele für eine gute Unterstützung des OpenJDK angeführt, aber natürlich gibt es auch Alternativen. Die Mailing-Liste und die Seite auf openjdk.java.net, die für die Gruppe automatisch erstellt werden würden, soll als Diskussionsplattform dienen. Außerdem soll dort die Dokumentation der verfügbaren Tools stattfinden.

We want the OpenJDK Community to be a welcoming place for developers, and I feel that improving IDE/tooling support plays a crucial role in reducing the activation energy required to start hacking on the JDK codebase.

–Maurizio Cimadamore

Als Vorsteher der Gruppe würde Maurizio Cimadamore selbst fungieren wollen. Er begründet dies damit, dass er bereits seit 10 Jahren die Usability verschiedenster Tools und IDEs im Hinblick auf die Entwicklung mit dem OpenJDK verbessert habe. Er würde sich wünschen, dass die Gruppe initial folgende Mitglieder hätte: Chris Hegarty, Jan Lahoda, Jonathan Gibbons, Robin Westberg und Magnus Ihse Bursie (alle Oracle).

Die Abstimmung über Cimadamores Vorschlag findet bis Freitag, 15. November, statt, allerdings sind nur Mitglieder des Governing Boards stimmberechtigt. Der Vorschlag wurde von Mark Reinhold bereits unterstützt und generell scheint es wenig zu geben, was dagegen spräche, eine solche Gruppe ins Leben zu rufen. Weitere Informationen dazu gibt es im Eintrag auf der gb-discuss-Maling-Liste.

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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