Gradle Minor Release

Gradle 6.3 erschienen: Support für Java 14

Jean Kiltz

© Shutterstock / Orla

Das Java Build Automation System Gradle hat kurz nach der Veröffentlichung von Java 14 ein Update bekommen. Die Version 6.3 enthält neben dem Support für die neue Java-Version auch aussagekräftigere Fehlermeldungen und die Implementierung des native Keywords.

Die Entwickler von Gradle haben ein neues Release ihres Build Tools bekannt gegeben. Gradle reagiert damit auf die Veröffentlichung von Java 14 letzte Woche. So unterstützt Gradle 6.3 nun explizit die neue Java-Version. Weitere Features umfassen eine Verdeutlichung von Fehlermeldungen, Änderungen an der Implementierung des  native Keywords, Verbesserungen bei den Component-Metadatenregeln und natürlich einige Bugfixes. Hier einige Highlights:

Fehlermeldungen:

Mit dem Minor Update verfolgt Gradle in den Fehlermeldungen die einzelnen Fehlerquellen so weit wie möglich nach:

Quelle: Gradle

Um die Nutzerfreundlichkeit weiter zu verbessern, führt Gradle ein neues Vorgehen beim Error Log ein. Bisher kam es vor, dass Gradle zwar ein Error Log anlegte, dieses aber unter Umständen schwer zu finden war. Um das zu umgehen, haben die Entwickler beschlossen, bei einem Fatal Error Log den Speicherort in die Konsole zu schreiben.

Das Ganze sieht dann beispielsweise so aus:

Quelle: Gradle

 

native Keyword

In der Vorgängerversion von Gradle wurde die Möglichkeit eingeführt, den Header Output-Ordner zu konfigurieren. Das war vor allem beim Einsatz vom Java Native Interface sehr nützlich. Da der Ordner aber keinen Default-Wert hatte, musste er benutzerdefiniert zugewiesen werden. Mit 6.3 wird nun jeder Source eines Kompiliervorgangs ein Default-Wert zugewiesen. Das soll den Zugang zu den native-Headern erleichtern. Die Entwickler raten Anwendern, die bisher einen benutzerdefinierten Header-Ort festgelegt hatten, diesen zu löschen und lieber den Default-Wert zu verwenden.

Die gesamten Release Notes finden sich auf dem Gradle-Blog. Falls irgendwelche Probleme vorliegen, darf man sich gerne via GitHub bei den Entwicklen melden.

Geschrieben von
Jean Kiltz
Jean Kiltz ist seit März 2020 Redakteur bei Software & Support Media. Er hat Geschichte und Kulturanthropologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Danach war er beim ZDF als First-Level-Support angestellt.
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