Neue Alternative für Spring & Co.

ActiveJ: Neue Plattform für Java-Entwickler vorgestellt

Jan Bernecke
ActiveJ

© Shutterstock / whiteMocca

Mit ActiveJ wurde eine neue Plattform zur Entwicklung von Java-Projekten vorgestellt. Mit ihr soll Entwicklern alles zur Verfügung gestellt werden, was zur Erstellung von asynchronen Webanwendungen benötigt wird.

Die Entwickler des Frameworks DataKernel haben eine neue, alternative Plattform veröffentlicht, welche die Java-Programmierung neu definieren soll. Sie bietet einen vollständigen Stack an Technologien und erhebt den Anspruch, eine voll ausgestattete Alternative zu Spring, Apache Spark, Quarkus und anderen Lösungen zu sein.

Das ActiveJ-Projekt ist eine erweiterte Version des DataKernel-Frameworks, das von Grund auf neu aufgebaut wurde. Den Entwicklern zufolge wurde es verbessert, um es noch schlanker, bequemer und leistungsfähiger zu machen.

ActiveJ: Struktur der Plattform

ActiveJ ist eine Programmierplattform, die sich durch minimale Abhängigkeiten von Dritten auszeichnet. Aus diesem Grund kommt das Projekt sehr leichtgewichtig daher und bietet keine unüberschaubare Anzahl von Abstraktionen. Darüber hinaus bietet ActiveJ einen Programmieransatz, bei dem der Geschäftslogik anstelle von Framework-Spezifikationen Priorität eingeräumt wird. Die zentrale Plattformtechnologie ist das Web-Framework ActiveJ. Es bietet alles, was zur Erstellung einer hochleistungsfähigen asynchronen Webanwendung benötigen wird: asynchroner Kern, effiziente E/A-Verarbeitung, schnelle Jetty- und Netty-Alternativen sowie praktische Boot-Utilities.

Für die Erstellung von komplexeren Projekten bietet die ActiveJ-Plattform eine Liste unabhängiger, jedoch vollständig kompatibler Bibliotheken:

  • ActiveInject. Leichtgewichtige Dependency-Injection-Bibliothek mit leistungsstarken Werkzeugen. Nach den bereitgestellten Benchmarks ist sie 4-mal schneller als Guice und 100-mal schneller als Spring.
  • ActiveSerializer. Ein JVM-basierten Serializer, implementiert mit Bytecode-Generierung zur Laufzeit.
  • ActiveCodegen. Dynamischer Bytecode-Generator ohne die Komplexität einer direkten Bytecode-Manipulation. Verfügt über eine optimierte und übersichtliche API.
  • ActivRPC. Ein Binärprotokoll für die Entwicklung verteilter Anwendungen und Mikroservice-Lösungen.
  • ActiveFS. Werkzeuge für die Entwicklung von skalierbarem Remote File Storage mit Unterstützung von Datenredundanz, Rebalancing und Resharding.
  • ActiveSpecializer. Eine Technologie, die Code automatisch erheblich beschleunigt, indem sie ihn für JVM optimiert.

ActiveJ ist ein Open-Source-Projekt, das unter der Apache 2.0-Lizenz entwickelt wurde. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website von ActiveJ oder im GitHub-Repository.

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Jan Bernecke ist seit 2019 Online-Redakteur bei S&S Media. Zuvor war der rugbyspielende Literaturwissenschaftler im Bereich Online-Marketing tätig.
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„ActiveJ is an alternative Java platform built from the ground up as a replacement of Spring, Spark, Quarkus, Micronauts, and other solutions.“

Wer so dick aufträgt, kann meines Erachtens nur verlieren.

Peter
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Peter

Und zu welchen Aspekten von Spring soll das eine Alternative sein? Ich kann in der offiziellen Dokumentation von ActiveJ nur den Launcher erkennen, also nur eine Alternative zu Spring-Boot. Und was ist mit Spring-Boot-JPA? Und mit Spring-Boot-Batch? Und mit Spring-Boot-Security und KeyCloak? Vielleicht ist das Projekt ganz nett für super leichtgewichtige Microservices die nicht viel tun, aber wenn die Dokumentation noch nicht einmal Datenbanken erwähnt, dann nehme ich automatisch Abstand von solchen Frameworks. Dann doch lieber Golang.