Teil 8: Umfrage zum zwanzigsten Geburtstag von Java

„Java würde mich herzlich auslachen, vermutlich einen Bauchkrampf bekommen“

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/Beatricee

Nach vielen gemeinsamen Jahren würde Java ihn wohl herzlich auslachen, meint Joachim Arrasz. Im letzten Teil unserer Java-Geburtstags-Reihe beantwortet er unsere Fragen zu seinen Erlebnissen mit der Programmiersprache und offenbart, warum Generics für ihn zu den schwärzesten Momenten in der Java-Geschichte gehören.

JAXenter: Wann war das erste Mal, als du sagtest: „Verdammt, Java ist ja wirklich cool!“

Joachim Arrasz: Oh weia, das ist schon ein paar Tage her, genauer kann ich das nicht mehr sagen. Man kann es aber eingrenzen, denn ich war damals sehr begeistert von den Möglichkeiten von Swing und eigenen PLAFs, da ein Kollege von mir ein eigenes gebaut hat. Danach begann ich mit den ersten Versuchen mit serverseitigem Java und war begeistert, wie schnell man damals serverseitige Dinge umsetzen konnte. Was man so als schnell empfand …

JAXenter: Hand aufs Herz: Welches war dein schwärzester Java-Moment?

Joachim Arrasz: Puh, das ist wirklich eine schwere Frage, so genau gibt es den nicht. Aus rein technischer Sicht war es wohl die Einführung von Generics (verstehe ich bis heute nicht allumfänglich, und ich glaube, ich bin nicht der einzige).
Wenn ich mich selbst und meine Projekte betrachte, dann war es wohl der komplett verunglückte Versuch, einen ordentlichen TransactionHandler für verteilte Transaktionen zu schreiben. Atomikos und Co. gab es damals schon, aber ich dachte dennoch, dass das doch nicht so schwer sein kann … Letztlich war am Ende Atomikos im Einsatz, und ich habe eingesehen, dass ich wohl zu doof dafür bin.

JAXenter: Wie lauten die ersten Worte deiner Geburtstagsrede für Java?

Joachim Arrasz: And still here … wie die LP ist auch Java nicht tot zu kriegen.

JAXenter: Nach zwanzig Jahren ist mal eine echte Aussprache fällig; ihr seht euch tief in die Augen – was würde Java über dich und deinen Programmierstil sagen?

Joachim Arrasz: Es würde mich herzlich auslachen, vermutlich einen Bauchkrampf bekommen … Danach würde es mir vermutlich ein paar Bücher wie den „Java Puzzlers“ von Josh Bloch hinlegen und sagen, fang noch mal von vorne an … Das kannst du besser!

JAXenter: Zu einer guten Geburtstagsparty gehört auch Musik; wenn Java also ein Popsong wäre – welcher?

Joachim Arrasz: Wenn der Song nicht so unglaublich schlecht wäre, würde „The Final Countdown“ ja vielleicht ganz gut passen.

Joachim Arrasz ist als Software- und Systemarchitekt in Karlsruhe bei der synyx GmbH & Co. KG als Leiter der CodeClinic tätig. Darüber hinaus twittert (@arrasz) und bloggt er gerne (http://blog.synyx.de/)

Wir bedanken uns bei den Java-Experten und den JAXenter-Lesern für Ihre Teilnahme und die unterhaltsamen und ehrlichen Antworten!

Die vollständige Palyliste aller vorgeschlagenen Java-Songs finden Sie hier.

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Aufmacherbild: hand held microphone for interview von Shutterstock / Urheberrecht: Beatricee

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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