Java SE 8 for the Really Impatient

Michael Müller
Java SE 8 for the Really Impatient
Autor

Cay S. Horstmann

Verlag

Addison Wesley

Erschienen

214

Seiten

215

Preis

US$39,99

Sprache

Englisch

ISBN

978-0321927767

Preis

US$39,99

Java SE 8 für den wirklich Ungeduldigen? Nun, dieses Buch ist zu einem Zeitpunkt erschienen, da die finale Version von Java SE 8 noch nicht veröffentlicht war. So mag der Titel mit dem  Erscheinungszeitpunkt zusammenhängen. Oder aber eher für den Entwickler, der schnell in die neuen Features dieser Sprache einsteigen möchte? Wahrscheinlich etwas von beidem.

Anders als andere frühe Bücher zu Java 8 fokussiert der Autor nicht auf bestimmte neue Sprachfeatures, sondern geht deutlich weiter in die Breite. Natürlich nehmen auch bei ihm Lambda-Ausdrücke und Streams, die gemeinsam eine funktionale Programmierung unterstützen, eine zentrale Stellung ein. Er zeigt die Parametrisierung von Methoden mit dem Weg von Klassen über anonyme Klassen bis hin zur kurzen, aber prägnanten Schreibweise mit Lambda-Ausdrücken. Und das neue Stream-API, welches den Aufbau von Filterketten bis hin zu einer terminalen Operation erlaubt. So sind Selektionen und Aggregate auf Listen und sonstigen Daten möglich. LINQ lässt grüßen. Doch wie sind die Stream-Erweiterungen auf bestehenden Interfaces überhaupt möglich, ohne bestehenden Code zu brechen? Die Antwort, so erläutert der Autor, liegt in der Einführung von Default-Methoden in der Interface-Definition.

Nach diesen Themen geht der Autor auch auf JavaFX, das Swing im Bereich der GUI-Entwicklung ablöst, das neue Date and Time API und nebenläufige Programmierung ein. Des Weiteren erläutert er die neue JavaScript Engine Nashorn inklusive der Möglichkeiten, sowohl Java-Objekte interaktiv aufzurufen als auch den Start von JavaScript aus einer Java-Applikation heraus. Es folgen viele kleinere Neuerungen in Java 8. Den Abschluss bildet dann ein Kapitel zu kleineren Erweiterungen von Java 7, die nach Meinung des Autors seinerzeit möglicherweise im Strom der  bedeutenderen Änderungen untergegangen sind.

Sämtliche Neuerungen erläutert Horstmann mit einem guten Schuss Hintergrundwissen. Er zeigt in vielen kurzen Codefragmenten, worauf es ankommt. Das ist zwar etwas abstrakter als das Beispiel einer durchgängigen Applikation, erlaubt andererseits, die Themen auf den Punkt zu bringen und in Kürze das Wesentliche darzustellen. Eben für den Ungeduldigen. Dennoch wird der Text nicht langweilig und ist mit zahlreichen hervorgehobenen Hinweisen hinterlegt. Jedes Kapitel rundet der Autor mit einer Sammlung von Übungen ab. Diese dienen der Anregung und der Wissensvertiefung; Lösungen findet der Leser im Buch nicht. Und so kann der Leser selbst entscheiden, ob er das Gelernte sofort praktisch vertieft oder einfach zum nächsten Kapitel übergeht. Hinweise auf weiterführende Literatur gibt es nur am Rande; ein Literaturverzeichnis existiert gar nicht. Dafür fällt der Index im Vergleich zur Seitenanzahl ungewöhnlich groß und detailliert aus – eine Eigenschaft, die es erlaubt, das Buch nach dem ersten Lesen als Nachschlagewerk zu nutzen. Erfreulich, wie intensiv in knapp über 200 Seiten ein Thema ausführlich beleuchtet werden kann.

Geschrieben von
Michael Müller
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