Java REPL: Project Kulla vorgeschlagen

Claudia Fröhling

Gibt es bald ein offizielles REPL-Tool im OpenJDK? Die Zeichen dafür stehen auf grün, immerhin wurde jetzt mit Project Kulla ein neues Projekt im OpenJDK vorgeschlagen. Kulla soll den Nutzen eines REPL-Tools für Java evaluieren und im Idealfall dann in Form eines JSRs spezifizieren. OpenJDK-Mitglieder haben jetzt Gelegenheit, über Kulla abzustimmen.

Read-Eval-Print Loop

Ein REPL ist eine interaktive Shell zur Evaluierung und Ausgabe von Ausdrücken. Für einige Programmiersprachen gehört sie zum festen Bestandteil des Entwicklungsprozesses – ein bekanntes Bespiel ist hier sicherlich Lisp und Clojure. Tatsächlich stammt der Ausdruck „Read-Eval-Print Loop“ aus der Lisp-Sprache. Programme, die in einer REPL-Umgebung geschrieben werden, werden stückweise ausgeführt.

Nicht wirklich neu

Die Idee eines REPL-Tools für Java ist aber tatsächlich nicht neu. Bereits vor einiger Zeit hat Albert Latacz ein solches Projekt auf GitHub veröffentlicht.

Der Unterschied liegt aber darin, dass Project Kulla in den offiziellen Java-Standard einfließen soll und der Code des Projekts aus dem JDK-9-Repository stammen wird. Ziel von Kulla ist es, den Einstieg in Java zu erleichtern: viele Schulen würden sich gegen Java und stattdessen für Clojure, Scala oder JavaScript entscheiden, weil es hier bereits REPL-Tools gibt.

Geschrieben von
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: