Java Museum: Lesen Sie historische Java-Magazin-Ausgaben gratis!

Redaktion JAXenter

„Liebe Leserinnen und Leser, warten wir’s ab, ob Java tatsächlich das neue Esperanto für die Software-Welt werden wird.“ – so lautete der erste Satz im Editorial des allerersten Java Magazins! Haben Sie Lust, einen Blick ins Heft zu werfen? Die Java-Museums-Aktion des entwickler.kiosks macht es jetzt möglich!

Java Museum im entwickler.kiosk

Ab sofort stellen wir jede Woche eine historische Ausgabe des Java Magazins ins Museum. Kostenlos lesen können Sie die Ausgabe im entwickler.kiosk – einfach einloggen bzw. gratis Account anlegen und dem Java-Museums-Symbol folgen! Den Anfang macht das erste Java Magazin überhaupt!

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Zurück in die Zukunft: 1998

Sebastian Meyens Metapher für Java als „Esperanto für die Software-Welt“ stammt wohlgemerkt aus dem Jahr 1998. Bereits drei Jahre nach Veröffentlichung der ersten Java-Version stand also schon die Vision, die sich heute zu großen Teilen bewahrheitet hat: Java ist aus der heutigen IT-Welt nicht mehr wegzudenken und zu einer der meistgenutzen Sprachen und Plattformen aufgestiegen. Bei den geschätzen 10 Millionen Java-Entwicklern dürfte die Anzahl der Java-Sprecher heute auch deutlich über der der Esperanto-Sprecher liegen…

Eine zweite historische Bemerkung aus dem Editorial 1998 lässt sich heute allerdings nicht mehr aufrecht erhalten: „Klar, da bleibt die Sache mit dem langsamen Byte-Code.“, fuhr Sebastian Meyen fort. Den anfänglichen Ruf, eine eher behäbige Sprache zu sein, hat Java dank etlicher Optimierungen der JVM längst hinter sich gelassen.

Microsoft vs. Sun

Was war noch los, 1998? Nun, im Raum stand vor allem die Klage von Sun gegen Microsoft. Die Redmonder hatten bekanntlich versucht, mit der Integration einer eigenen „Microsoft Java Virtual Machine“ in den Internet Explorer proprietäre Erweiterungen für Java salonfähig zu machen. Im Oktober 1997 verklagte Sun Microsoft wegen unvollständiger Implementierung des Java-Standards und damit einhergehenden Urheberrechtsverletzungen. Erst 2001 endete die Auseinandersetzung mit einem Rückzug Microsofts.

Wer indes Microsofts aktuelle „Ausflüge“ in die Open-Source-Welt mitverfolgt hat, liest Meyens Stellungnahme aus dem Java Magazin 1.1998 wie eine Prophezeihung:

Die Bestrebungen mancher Mitbewerber, die versuchen, den Java-Standard zu unterwandern, sind nicht gering zu veranschlagen. Wir meinen jedoch: Wenn’s die Firma aus Redmond im schönen Oregon nicht gewesen wäre, dann wäre es halt ein anderer gewesen. Und überhaupt: vielleicht bringen uns die Microsoft-Erweiterungen hier und da auch mal eine Bereicherung Javas, wer weiß das schon?

Selber lesen!

Nun aber genug der Worte – schauen Sie es selbst nach: Einfach einen gratis entwickler.kiosk-Account anlegen und das Java Magazin 1.1998 lesen. Nächste Woche gibt’s dann eine neue historische Ausgabe im Java Museum zu begutachten!

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