Verloren im Netz

Java Magazin 8.19 erschienen: Service Mesh – Die Lösung aller Microservices-Probleme?

Dominik Mohilo

Na, fühlen Sie sich auch manchmal ein wenig verloren? Als wären Sie in einem großen Netz gefangen, dessen einzelne Fäden und deren Bedeutung zwar irgendwie ersichtlich sind, deren gesamter Zusammenhang sich Ihnen aber nicht so recht erschließen will? Keine Sorge – damit sind sie nicht allein. Die moderne Softwarearchitektur entspricht oftmals einem endlosen Wirrwarr aus Fäden (Services), Knoten (APIs) und darin verwobenen Gefangenen (Entwickler) wie Ihnen.

Es gilt in diesen Zeiten also, sich aus den seidigen Kokons der erdrückenden Ahnungslosigkeit zu befreien, und selbst zum Spider Man zu werden, der die Fäden und das Chaos nicht nur im Blick hat, sondern auch beherrscht. Um dies zu bewerkstelligen, können Entwickler sich aber leider nicht auf den Biss einer radioaktiv kontaminierten Spinne verlassen, die ihnen Superkräfte verleiht. Stattdessen muss hier auf ein Helferlein zurückgegriffen werden – das Service Mesh.

Doch ist das wirklich die Lösung aller Microservices-Probleme? Und wie kann ich meinen Aufgaben wie Monitoring, Resilienz, Routing und vor allem Sicherheit gerecht werden? Diese Fragen versuchen Hanna Prinz und Eberhard Wolff für uns zu beantworten (S. 38), während Michael Hofmann Service Meshes wie Istio und Linkerd alternativen Lösungen wie Hystrix gegenüberstellt (S. 52). Eine umfangreiche Infografik zu Istio und dessen Gebrauch, die Sie ab Seite 56 finden, rundet diesen Teil unseres Schwerpunkts zu Service Meshes ab.

Der eigentliche und ursprüngliche Bösewicht, so kommt es einem jedenfalls dieser Tage vor, ist allerdings ein anderer. Denn ohne Microservices verliert Spider Man selbstverständlich seine Raison d’Être. Somit gilt es nicht nur, eben jene Architekturen zu beherrschen, es ist in der Superhelden-DNA auch verankert, den entsprechenden Zustand überhaupt erst herzustellen und den gefürchteten Monolithen zu zerschlagen. Wie das geht, zeigt abermals Eberhard Wolff, der seit langen Jahren mit stoischem Heldenmut gegen diesen Urfeind moderner Softwareentwicklung ankämpft (S. 46).

Um eine andere Art von Netz geht es in Philip Riecks’ Artikel (S. 20), nämlich um das Internet. Er wirft darin einen Blick auf den Status quo des JSF-Standards und zeigt auf, wie man auch heute noch moderne Webanwendungen mit JavaServer Faces und PrimeFaces spinnen kann. Auch Christian Kaltepoth ist uns in diesem Monat mal wieder ins Netz gegangen. Er stellt ab Seite 24 in seinem Artikel dem komponentenbasierten Framework JSF das aktionsbasierte MVC gegenüber, das – Stand jetzt – kurz vor dem finalen Release steht.

Und nun viel Spaß beim Abhängen und Lesen!

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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