Suche
Alles Wichtige in einem Heft

Java Magazin 10.17 erschienen: Titelthema: Java 9

Sebastian Meyen

Im Schwerpunkt des aktuellen Java Magazins erfahren die Leser alles, was sie über Java 9 wissen müssen. Es geht nicht nur um das heiß diskutierte Projekt Jigsaw, sondern auch um die vielen anderen Änderungen, die Java-Entwickler im Blick haben sollten.

„Das größte Problem, das wir in der Vergangenheit bei der Einführung neuer Java-Versionen gesehen haben, trat dann auf, wenn ein Teil des Codes das Public-API eines anderen Codeteils ignorierte und stattdessen etwas aufgerufen hat, das als internes Detail der Implementierung gedacht war. Das bedeutet, dass eine Änderung an der internen Implementierung dazu führte, dass der aufrufende Code nicht mehr funktionierte.“ Dies sagte uns Georges Saab, Chairperson im OpenJDK Governing Board und somit verantwortlich für die Java-Release-Politik bei Oracle, neulich in einem JAXenter-Interview. Er benannte damit kompakt einen der Gründe für die achtwöchige Verschiebung, mit der Java 9 nun schließlich am 21. September als Finalversion kommen wird.

Interessanterweise zielt Jigsaw, also die lang erwartete Modularisierung des Java-Systems, genau auf die Lösung dieses Problems. Durch Jigsaw wird die Kapselung interner Implementierungsdetails möglich gemacht, sodass andere Module strikt auf den Aufruf des öffentlichen API beschränkt werden. Private APIs werden dann zum No-Go. Sobald das funktioniert, soll eine schnellere Weiterentwicklung des gesamten Java-Ökosystems möglich werden. So lauten zumindest die Erwartungen.

Jigsaw, das ursprünglich ja schon für Java 8 im Jahr 2014 vorgesehen war, wurde über die Jahre immer wieder verschoben. Dass dies nicht für lautstarken Protest in der Community gesorgt hat, sondern neben gelegentlichem Grummeln größtenteils mit Gelassenheit zur Kenntnis genommen wurde, spricht für den Reifegrad der Java-Szene. Eine über Jahre gewachsene Plattform, deren Codestruktur an einen Teller dampfender Spaghetti erinnert, in eine moderne Struktur zu überführen, in der komplexe interne Abhängigkeitsstrukturen transparent sind, ist beileibe kein triviales Unterfangen.

Lesen Sie auch: Unsere Berichterstattung rund um Java 9 auf JAXenter.de

Der Zugriff auf einige private APIs wird in Java 9 noch toleriert werden, allerdings sind diese dann bereits als deprecated markiert und sollen dann in der nächsten Java-Version vollends verschwinden. sun.misc.Unsafe, so lautet der Name des Schuldigen, wird voraussichtlich mit Java 10 durch eine funktionsfähige Alternative ersetzt – so der Plan. Zeit also für alle Entwickler, sicherzustellen, dass ihre Applikationen, Frameworks und Libraries so schnell wie möglich nur noch auf die öffentlichen APIs zugreifen.

Viel mehr dazu erfahren Sie in unserem umfassenden Schwerpunkt, den Angelika Langer und Klaus Kreft geschrieben haben. Aber noch einen weiteren Höhepunkt haben wir zur Feier des Tages für Sie: ein Riesenposter mit allen wichtigen Informationen zu Javas Modularisierung als übersichtliche Landkarte. Eine schöne Dekoration und Spickzettel zugleich für Ihr Büro! Und zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass wir auf dem Tag genau zum Release von Java 9 eine Java-9-Launchparty veranstalten, zu der wir Sie herzlich einladen möchte. Sie wird in München stattfinden. Nähere Informationen finden Sie auf JAXenter.de. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Sebastian Meyen
Sebastian Meyen
Sebastian Meyen ist Chefredakteur des Java Magazins sowie des Eclipse Magazins. Außerdem trägt er die Verantwortung für Programm und Konzept sämtlicher JAX-Konferenzen weltweit. Er begleitet so die Java-Community journalistisch schon fast seit ihren Anfängen. Bevor er zur Software & Support Media GmbH kam, studierte er Philosophie in Frankfurt.
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.