Java-Logging 2.0: Log4j erreicht zweite Major

Redaktion JAXenter

Nach dem ersten Release-Kandidaten, bei dem man schon zu hoffen wagte, es sei fast geschafft, zogen doch noch einmal fünf Monate ins Land. Jetzt ist es endlich soweit: Apache Log4j 2.0 ist da!

Das Java-Logging-Framework, 1996 als E.U.-Semper-Projekt gestartet, wartet in der zweiten Major-Version mit einer Reihe von Überarbeitungen auf. So wurden den Release Notes zufolge API und Implementierung voneinander getrennt, um einen besseren Überblick über verwendbare Klassen und Methoden zu gewährleisten. Dadurch soll die Implementierung einfacher, vorausschauender und einheitlicher nachgebessert werden können. Unterstützt werden nun auch APIs für SLF4J und Apache Commons Logging.

Asynchrone Logger

Durch die neu hinzugekommenen asynchronen Logger, die auf dem Concurrency-Framework LMAX Disruptor basieren, soll sich die Performance deutlich verbessert haben.

Nach Änderungen lädt Log4j 2.0 außerdem die Konfiguration automatisch neu. Diese Fähigkeit hat Log4j mit dem Logback-Projekt gemein, genauso wie die erweiterte Filterfunktion: In Log4j 2.0 kann auf Basis von Kontextdaten, Markern, regulären Ausdrücken und weiteren Komponenten des Log-Events gefiltert werden.

Plug-ins und Properties

Dank Log4js Plug-in-Architektur werden Erweiterungen des Frameworks automatisch erkannt und einbezogen, sobald Plug-ins in der Konfiguration referenziert werden.

Neu ist auch, dass Properties unterstützt werden, d. h. Eigenschaften von definierten Werten aus der Konfigurationsdatei, den Systemeigenschaften, Umgebungsvariablen, der ThreadContext Map und Daten aus dem Log-Event. Mithilfe eines Lookup-Plug-ins können Property Provider individuell konfiguriert werden.

Log4j 2.0 erfordert Java 6 oder spätere Versionen der Sprache und ist nicht mit Log4j 1.x kompatibel. Allerdings sind Adapter für ältere APIs verfügbar, ebenso für Commons Logging und SLF4J. Log4j steht unter Apache-2.0-Lizenz und kann von der entsprechenden Downloadseite der Apache Foundation bezogen werden.

Schon vor fast zwei Jahren gab es Grund zur Annahme, Version 2.0 werde Log4j das „Comeback des Jahres“ bescheren. „Welchen Jahres?“ wäre rückblickend eine durchaus berechtigte Frage gewesen. „Log4j ist da! Nur ungefähr ein Jahrzehnt überfällig“, spöttelt man denn auch auf Twitter:

Umso größer ist jetzt allerdings die Resonanz – und die Bewunderung über die Ausdauer, die das Projektteam an den Tag legt. 

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