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Java EE und BPM: Das perfekte Team?

Hartmut Schlosser

JAXenter: Sie beschreiben auf der JAX auch Best Practices für die Kombination von Java EE und Apache Camel mit dem gerade erwähnten Activiti. Können Sie den Lesern – und angehenden JAX-Besuchern – einen kleinen Vorgeschmack geben?

Bernd Rücker: Die Best-Practice ist denke ich vor allem, die genannten Technologien zu kombinieren, wenn man entsprechende Integrationsanforderungen hat. Camel ist aktuell recht hip, verbreitet sich ganz gut, und es ist interessant, mal einen Blick darauf zu werfen. Technologisch kann man Camel auch mit Java EE 6 kombinieren – siehe zum Beispiel Projekt Switchyard auf dem JBoss AS 7. Damit passt es also auch in alle Umgebungen. Wichtig ist aus meiner Sicht eher, kein Over-Engineering zu betreiben und in Pilotprojekten nicht gleich alles auf einmal zu wollen. Und diese Gefahr steigt erfahrungsgemäß exponentiell, wenn das Stichwort SOA oder ESB fällt, was bei Camel nahe liegt. Mit Augenmaß und den entsprechenden Anforderungen ist es aber eine coole Kombi, dann können Services im Prozess durch Camel Routen ausgeführt werden oder anders herum. Technisch ist das keine Raketenwissenschaft.

JAXenter: Ich denke, da schlummert noch viel Potenzial in diesen Bereichen, und ich bin gespannt, wie Sie die Theman auf der JAX weiter vertiefen! Vielen Dank für dieses Interview!

Bernd Rücker ist Geschäftsführer der camunda services GmbH, dessen Kernkompetenzen das Business IT Alignment von Geschäftsprozessen, die Prozessmodellierung mit BPMN und die technische Umsetzung mit Open-Source-Technologien sind. Er verfügt über umfangreiche Projekterfahrung im Bereich BPM und Java Enterprise. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Process Execution, Business Rules, SOA und Business IT Alignment. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, zahlreicher Zeitschriftenartikel und Sprecher auf Konferenzen. Bernd ist Component Lead von Activiti Cycle und langjähriger Committer im JBoss-jBPM-Projekt.
Geschrieben von
Hartmut Schlosser
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