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Java EE geht an die Eclipse Foundation

Melanie Feldmann

© Shutterstock /  Zhukova Helen

Nachdem Orcale im August verkündet hatte, Java EE an eine Open Source Foundation übergeben zu wollen, stehen jetzt die nächsten Schritte und die konkrete Foundation fest. Java EE wird an die Eclipse Foundation gehen. Aber es wird nicht mehr Java EE heißen.

Java EE wird der Eclipse Foundation übergeben. Das gab David Delabassee (Oracle) in einem Blogpost bekannt. Die Eclipse Foundation habe viel Erfahrung mit Java-EE-verwandten Technologien und sei deswegen die richtige Wahl Java EE vorwärts zu bringen. Die Wunschkandidat der JAXenter-Community wäre die Apache Foundation gewesen. Den Schritt Java EE möglichst nah an Java-EE-verwandte Projekte anzusiedeln, ist aber nachvollziehbar. Mike Milinkovich,  Executive Director der Eclipse Foundation, begrüßte die neuen Community-Mitglieder, und erinnerte an die erfolgreichen 20 Jahre seit entstehen der Spezifikation: „Wir freuen uns darauf, die Java EE Community dabei zu unterstützen, die Enterprise-Plattform für die nächsten zwanzig Jahre zu kreieren.“

Java EE wäre am besten aufgehoben bei...

  • der Apache Foundation (43%, 276 Votes)
  • einer neu zu gründenden Java EE Foundation (26%, 168 Votes)
  • der Eclipse Foundation (18%, 119 Votes)
  • Wie bisher bei Oracle und dem JCP (10%, 62 Votes)
  • der Linux Foundation (3%, 18 Votes)
  • bei einer anderen Foundation (1%, 4 Votes)

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Im Zuge dessen stehen auf der To-Do-Liste von Oracle noch einige wichtige Punkte. Der Konzern will die von Oracle-geleiteten Java-EE- und GlassFish-Technologien neu lizenzieren und an die Foundation übergeben. Dazu gehören auch die Referenzimplementierungen, die Technology Compatibility Kits (TCK) und die Projektdokumentation. Dann gilt es, eine Demo-Implementierung mit den Ressourcen der Foundation aufzubauen, die den existierenden Technologiecheck für Java EE 8 besteht. Auch ein Prozess wie existierende Spezifikationen weiterentwickelt und neue integriert werden können, muss noch gefunden werden. Um die Plattform innerhalb der Foundation weiterzubringen gehe es dann darum, Community-Mitglieder dazu zu motivieren, ihr Engagement fortzuführen und neu einzubringen. Auch eine Kooperation mit dem Projekt MicroProfile (ebenfalls bei der Eclipse Foundation zuhause) wird explizit genannt.

Ein diskussionsreicher Brocken wird die Umbenennung von Java EE sein. Mark Struberg (Mitglied der Java Expert Group für CDI und andere Java-EE-Spezifikation) kommentierte den Schritt mit Sorge: „Das ist eine ganz schön bittere Pille. Zwar hat das keine technische Bedeutung, aber beim Management ist Java EE weithin bekannt.“ Einfacher macht es die Tatsache, dass es Oracle erlauben wird, dass bereits bestehende Javax-Pakete und Komponentenspezifizierungen ihren Namen behalten dürfen. Das sorgt zumindest innerhalb der JSRs für Kontinuität.

Konkret mit dem Übergabeprozess und allen daran hängenden Aktivitäten will Oracle nach der Fertigstellung von Java EE 8 beginnen. Oracle wird weiterhin Java-EE-Lizenzen vergeben und pflegen, inklusive der Lizenzen für Java EE 8. Die WebLogic-Server werden weiterentwickelt und auch die Nachfolger von Java EE 8 unterstützen.

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Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
Kommentare
  1. Johannes B.A.2017-09-13 12:02:56

    Sollen sie es doch vavree nennen oder besser 33vavr

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