Neu = besser

Java EE 6 in der Praxis

Thilo Focke, Marc Petersen, Christian Zillmann

Das Kundenportal eines norddeutschen Telekommunikationsanbieters basiert heute auf dem Java EE 6 Web Profile. Im Rahmen eines Migrationsprojekts wurde das Kundenportal von teilweise zehn Jahre alten Frameworks und Technologien innerhalb weniger Monate auf einen modernen und standardisierten Technologiestack überführt, um so Wettbewerbsfähigkeit und Time-to-Market zu gewährleisten. Dieser Artikel beschreibt Erfahrungen aus der Praxis und gibt Einblicke in technische und fachliche Aspekte der Migration und des neuen Java-EE-6-basierten Kundenportals.

Java-Entwicklung am Anfang dieses Jahrhunderts war sehr geprägt von technologischen Aspekten. Das Problem lag darin, dass die Aufsplittung in J2ME, J2SE und J2EE eigentlich zielgerichtete Frameworks liefern sollte, dies aber nicht tat. J2EE ist angetreten, um dem Entwickler die technologischen Aspekte abzunehmen, damit er sich überwiegend auf die Umsetzung der Businesslogik konzentrieren kann. Dieses Ziel wurde aber deutlich verfehlt. Als logische Konsequenz waren Anwendungen aus dieser Zeit weniger geprägt von Fachlichkeit als vielmehr von technologischer Komplexität. Als Softwareentwickler konnte man vor allem eher mit der Kenntnis möglichst vieler Design-Patterns glänzen als mit branchenspezifischem Fachwissen. Zurückblickend betrachtet war Java-Entwicklung – zumindest in der Anwendungsentwicklung – zu dieser Zeit mit wenig Freude verbunden.

Geschrieben von
Thilo Focke, Marc Petersen, Christian Zillmann
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