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Java-Editor jEdit 5.0.0: Nicht immer muss es Eclipse, NetBeans oder IDEA sein

Hartmut Schlosser

Java programmiert man heutzutage in integrierten Entwicklungsumgebungen – Eclipse, NetBeans und IntelliJ IDEA heißen hier die Platzhirsche. Doch um schnell einmal ein Projekt an den Start zu bringen, oder auch nur eine Idee auszuprobieren, sind schwerfällige IDEs nur bedingt geeignet. Hier zeigen sich die Vorteile von Konsolen-Tools oder für Programmierer optimierter Texteditoren, die vor allem in der Welt der Webentwickler hoch im Kurs stehen. Einer dieser Editoren ist jEdit, der aktuell in Version 5.0.0 erschienen ist.

jEdit ist 100 Prozent in Java geschrieben und steht unter der GPL quelloffen zur Verfügung. Der Editor gehört durchaus zu der komfortableren Sorte, bietet er doch professionelle Features wie Syntaxhervorhebung, Navigationshilfen und eine Plug-in-Schnittstelle inklusive Plug-in Manager. Mittels Makros lassen sich auch komplexe Abläufe automatisieren. Mittlerweile beherrscht jEdit über 200 Programmiersprachen und steht in Versionen für Mac OS X, OS/2, Unix, VMS und Windows zur Verfügung.

In jEdit 5.0.0 ermöglicht der Support für Keymaps es, die Steuerung über Shortcuts an bestimmte Programmierkontexte (Mac OS, Emacs, etc.) anzupassen. Eine neue deutsche Keymap stellt sicher, dass alle Shortcuts auf einer deutschen Tastatur erreichbar sind. Im Editor stehen nun Modi für Scala und Dart bereit. Die zahlreichen Neuerungen und Bugfixes finden jEdit-Interessierte im Change-Log.

jEdit nähert sich mit der Version 5.0.0 immer mehr den professionellen IDEs an. Wer die Entwicklung weiter verfolgen möchte, findet auf der Projektseite reichlich Ressourcen zur Information und Kollaboration. Vielleicht muss es nicht immer Eclipse, NetBeans oder IDEA sein?

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Hartmut Schlosser
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