Alle Ergebnise auf einen Blick!

Java Developer Survey 2018: Groovy auf dem Vormarsch

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Wright Studio

Die Auswertung des Java Developer Survey 2018 fördert interessante Ergebnisse zutage. Insgesamt 10.500 Java-Entwickler gaben Einblicke in ihren Einsatz der unterschiedlichen JDKs, JVM-Sprachen, IDEs und weiteren Tools. Außerdem warfen wir einen genaueren Blick auf die bevorzugten Cloud-Technologien.

Oracle hat in seinem Java Magazine die Ergebnisse der – nach eigenen Angaben weltweit größten -Umfrage unter Java-Entwicklern vorgestellt. Über 10.000 Coder haben daran teilgenommen. Wie die Antworten der Java-Entwickler aus Nordamerika (22 Prozent), Südamerika (9 Prozent), Europa (53 Prozent), Asien (13 Prozent), Afrika (2 Prozent) und Australien (2 Prozent) zeigen, liegen Clojure und Kotlin hoch im Kurs.

Oracle JDK macht das Rennen

Das ersten Antworten gelten der Frage, welches JDK die Befragten hauptsächlich verwenden. Das Ergbenis scheint dabei weniger überraschend. Oracle JDK – wer hätte es gedacht – wird mit 70 Prozent und damit von der Mehrheit der befragten Java-Entwickler genutzt.

Interessanter ist der Blick auf Platz zwei und drei. Knapp 20 Prozent der Teilnehmer greifen auf das OpenJDK zurück, was darauf schließen lässt, dass es deutlich an Fahrt gewinnt. Eclipse OpenJ9/IBM J9, Azul oder andere JDK-Varianten hingegen schaffen es nicht über die 5 Prozent. Interessanter dürften die Umfrageergebnisse im nächsten Jahr sein, wenn sich die großen Umstellungen in Bezug auf den Long-Term Support und die Release-Kadenz deutlicher in diesen niederschlagen.

Auch die Frage nach den Java-EE-Versionen zeigt überraschende Einblicke ins Java-Ökosystem. Welche Java EE-Version wird wohl von den befragten Entwicklern am häufigsten verwendet? Die Antwort lautet keine und das mehrheitlich (40 Prozent). Von den Java-Entwicklern, die Java EE nutzen, verwenden über ein Viertel (27 Prozent) Java EE 7, gefolgt von Java EE 8 (22 Prozent) und Java EE 6 (10 Prozent). Auch hier wird es spannend zu beobachten sein, wie sich die Zahlen entwickeln, wenn Jakarta EE das Erbe von Java EE endgültig antritt.

JVM-Sprachen und die Anderen

Richten wir unseren Blick nun auf die Programmiersprachen bzw. welche JVM- und Nicht-JVM-Sprachen Java-Entwickler für ihre Anwendungen verwenden.

Unter den beliebtesten JVM-Sprachen führt Java mit weitem Abstand die Tabelle an. Platz zwei und drei gehen an Clojure und Kotlin. Interessanterweise ist ihnen Groovy, noch vor Scala, dicht auf den Fersen.

Betrachtet man die Nicht-JVM-Sprachen steht Front-End-JavaScript (57 Prozent) an Platz eins der Tabelle. Mit einem Prozentpunkt weniger und 56 Prozent folgt SQL. Deutlich weniger genutzt werden Node.js (23 Prozent) und Python (21 Prozent). Der Kampf um des Java-Entwicklers beliebteste Nicht-JVM-Sprache wird also eindeutig unter JavaScript und SQL ausgefochten.

Entwicklungsumgebungen und Tools

Geht es um Entwicklungsumgebungen, setzen die Teilnehmer auf die IntelliJ IDEA (45 Prozent). Aber auch auf die Eclipse IDE (38 Prozent) scheint man gerne zurückzugreifen. Mit 11 Prozent und weitem Abstand folgt Apache NetBeans. Vi bzw. Varianten wie vim oder emacs etc., Visual Studio Code und Oracle JDevloper liegen jeweils unter 5 Prozent.

Neben der Entwicklungsumgebung sind auch die Tools für die meisten Entwickler besonders wichtig. Sowohl unter den Build Tools als auch unter den CI Tools gibt es immer einen klaren Sieger.

In Sachen Build Tools reißt Maven mit 60 Prozent das Zepter an sich. Mit 19 Prozent und 11 Prozent folgen Gradle und Ant. Bezogen auf CI Tools geht Jenkins (57 Prozent) als klarer Gewinner hervor. Bamboo belegt mit 5 Prozent Platz zwei und TeamCity mit 4 Prozent den dritten Platz.

Cloud-Technologien

Zu guter Letzt werfen wir einen Blick auf die Cloud-Technologien. In dieser Kategorie machen verständlicherweise Container (43 Prozent) das Rennen. Aber auch virtuelle Machinen steht bei den Befragten hoch im Kurs (33 Prozent). Allerdings nutzen genauso viele Teilnehmer, also 33 Prozent, gar keine Cloud-Technologien.

Wer sich die detaillierten Ergebnisse ansehen will wird auf der Seite des Oracle Java Magazins fündig.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
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