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Plug-in freies Web

Countdown zum Tod des Java-Browser-Plug-ins

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Min Chiu

Vor gut einem Jahr gab Oracle bekannt, dass das Java-Browser-Plug-in bald der Vergangenheit angehören wird. Auch in der Roadmap von Firefox tauchen jetzt endgültige Daten auf. Es wird ernst.

Mit JDK 9 wird das Java-Browser-Plug-in deprecatet. Der genaue Zeitplan dafür steht bereits seit August 2016 fest. Auch die Browser-Anbieter Mozilla und Apple machen jetzt ernst und kündigen die konkreten Browser-Versionen an, ab denen die APIs für Plug-ins nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Das Ziel: das Plug-in-freie Web.

Der Firefox wird ab Version 52 für 32-bit, die im März 2017 erscheinen wird, endgültig keine der Plug-in-APIs mehr unterstützen. Die 64-bit-Variante für Windows hält bereits seit Dezember 2016 keine APIs mehr bereit. Mozilla bietet für Unternehmen und Organisationen, die längeren Support für die APIs benötigen, einen Extended Support Release (ESR) für Firefox an. Aber lediglich Firefox 52 ESR in der 32-bit-Variante wird weiterhin die für das Java-Plug-in benötigten Technologien unterstützen. Außerdem ist es nicht möglich auf der Server-Seite zwischen ESR-Variante und Standardbrowser zu unterscheiden. Auf der Client-Seite geht es unter Burger-MenüFragezeichenÜber Firefox. Dort steht dann das Kürzel ESR bei der Versionsnummer. Mozilla bietet ESR Releases in der Regel für rund ein Jahr an.

Wie Entwickler sich auf das Plug-in-freie Web vorbereiten können, hat JAXenter-Autor Wolfgang Weigend (Oracle) in seinem Artikel „Umstellung von Java-Applets auf Plug-in-freie Java-Technologie“ erläutert.

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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