Suche
Die Mercurial Forests für JDK 10 stehen bereit

Startschuss für Java 10: Oracle eröffnet JDK-10-Entwicklung

Hartmut Schlosser

(c) Shutterstock / VladFree

2017 wird das Jahr von Java 9. Doch während das Feature-Set für die nächste Java-Version nun feststeht, richten sich die Blicke der Sprachenentwickler bereits wieder nach vorne: auf Java 10, für das ab sofort Bugfixes und kleinere Verbesserungen eingereicht werden können.

Wie Java-Plattform-Chef Mark Reinhold (Oracle) auf der OpenJDK-Mailingliste verkündet hat, sind die sogenannten JDK 10 Forests auf dem Versionsverwaltungssystem Mercurial eingerichtet worden.

Konkret heißt das, dass Committer ab sofort Bugfixes und kleinere Verbesserungen in den folgenden Bereichen durchführen können:

http://hg.openjdk.java.net/jdk10/jdk10   — Master + dev (combined)

http://hg.openjdk.java.net/jdk10/hs       — HotSpot

http://hg.openjdk.java.net/jdk10/sandbox — Sandbox

http://hg.openjdk.java.net/jdk10/client   — Client libraries

Da für viele Committer der Fokus indes noch auf JDK 9 liegen dürfte, werden Änderungen am JDK 9 automatisch auch ins JDK 10 gemergt. Wer also etwa einen Fehler in JDK 9 behebt, muss seinen Bugfix nicht selbst in die JDK-10-Repositories übertragen. Reinhold bittet zudem darum, neue, destabilisierende Veränderungen im JDK 10 auf ein Minimum zu reduzieren oder dazu in einen Sandbox-Branch auszuweichen.

Lesen Sie auch: Diese drei Lambda-Upgrades erwarten Sie in Java 10

Wenn die Fertigstellung des JDK 9 näher rückt – geplant ist ja die Veröffentlichung von Java 9 am 27.Juli 2017 -, dann soll für das JDK 10 der übliche JEP-Prozess anlaufen. Es können dann also JDK Enhancement Proposals eingereicht werden, die wichtige neue Features enthalten können. Wie berichtet, denkt man derzeit darüber nach, den JEP-Prozess dergestalt zu reformieren, dass fertige Features schon vor Java 10 in Zwischenreleases (etwa Java 9.2) verfügbar werden. Genaueres zu diesem agileren Release-Prozess für Java-Versionen ließ Reinhold allerdings nicht verlautbaren.

Java 10 – quo vadis?

Was genau uns in Java 10 erwarten wird, ist noch formbare Masse. Im Gespräch sind hier allerdings bereits konkrete Neuerungen wie Value Types (Projekt Valhalla), eine Verbindung zwischen JVM und Nicht-Java-APIs (Projekt Panama), ein pausenloser Garbage Collector (Shenandoah-Algorithmus), erweiterte Switches, eine bessere Unterstützung von Immutability und ein offizieller Ersatz für die sicheren Teile von sun.misc.Unsafe.

Zu erwarten sind zudem Erweiterungen der Lambda-Expressions und der Feinschliff am Modulsystem Jigsaw, das Hauptfeature aus Java 9.

Lesen Sie auch: Java 10 Wunschliste: Welche Features die Community will

Eine offizielle Roadmap, die auch Infomationen über ein mögliches Release-Datum für Java 10 enthalten würde, liegt indes noch nicht vor.

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.