Das denkt die Jakarta-EE-Community!

Jakarta EE Developer Survey 2019: Java 8 macht das Rennen!

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Sinart Creative

Jakarta EE gilt als die Zukunft von Cloud-native Java. Doch wohin geht die Reise von Jakarta EE eigentlich? Welche Java(-EE)-Version ist am gefragtesten? Und was sind die größten Trends im Bereich der Java-Programmierung? Antworten auf diese und weitere Fragen gaben rund 1.800 Entwickler aus aller Welt. Wir haben uns die Ergebnisse, der von der Eclipse Foundation in Auftrag gegebenen Umfrage, einmal genauer angesehen.

Die Eclipse Foundation hat ihren Jakarta EE Developer Survey 2019 veröffentlicht. Wie die Ergebnisse des Surveys zeigen, steht die Cloud-native Integration im Fokus der Jakarta-EE-Community.

Java EE 8 legt weiter zu

Widmen wir uns der wichtigsten Frage zuallererst: Welche Java-EE-Version wird am häufigsten verwendet? Wie die Antworten der Teilnehmer zeigen, wird Java EE 7 am meisten genutzt. Doch den größten und einzigen Zuwachs hat Java EE 8 zu verzeichnen und liegt aktuell bei 37 Prozent, verglichen mit 21 Prozent in der Umfrage von 2018.

Geht es um Java-Versionen, steht Java 8 (84 Prozent) weiterhin an der Spitze. Mit weitem Abstand folgt Java 7 (25 Prozent). Außerdem ist der Einsatz von Java 11 auf rund 20 Prozent gestiegen, wobei einige Unternehmen Java 9 und Java 10 (jeweils sechs Prozent) offensichtlich übersprungen haben.

Die Prioritäten der Community

Ziel der Umfrage war es, die Interessengruppen des Java-Ökosystems dabei zu unterstützen, die Anforderungen und Einschätzungen von Java-Entwicklergemeinschaften in Unternehmen besser zu verstehen. Aufschluss über die Insights der Entwickler-Community geben unter anderem die wichtigsten Prioritäten.

Auf der Agenda steht für die Java-Entwickler zunächst eine bessere Unterstützung von Microservices (61 Prozent). Für ebenfalls 61 Prozent der Teilnehmer zählt die native Integration mit Kubernetes, gefolgt von einer Referenzimplementierung (37 Prozent) zu den Top-Prioritäten.

Microservices spielen vor allem als Architekturansatz eine Rolle, um Java in der Cloud zu implementieren. 43 Prozent der Befragten nutzen Microservices zur Implementierung, 20 Prozent setzen auf Hybrid- und 13 Prozent auf monolithische Architekturansätze.

Status Quo von Cloud-native

Ebenso interessant wie das eigene Agenda-Setting ist natürlich auch die Einschätzung des Status Quo von Cloud-native in Unternehmen. Und das scheint von zentraler Bedeutung zu sein, da immerhin ein Drittel der befragten Entwickler derzeit Cloud-native Architekturen erstellen. Außerdem planen weitere 30 Prozent dies innerhalb des nächsten Jahres zu tun.

Um Cloud-native Anwendungen zu entwickeln, benötigt man logischerweise das richtige Framework. Hierbei dominieren Spring Boot (57 Prozent) als führendes Framework für die Entwicklung nativer Cloud-Anwendungen in Java. 40 Prozent nutzen Kubernetes für die Entwicklung, während bei 28 Prozent der Teilnehmer Eclipse MicroProfile zum Einsatz kommt.

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Cloud in der Zukunft

Aktuell gibt etwa ein Fünftel der Teilnehmer an, über 60 Prozent ihrer Java-Anwendungen in der Cloud auszuführen. Darüberhinaus sind gerade einmal 29 Prozent dazu bereit, neue native Java-Anwendungen für die Cloud zu schreiben, während die Befragten eher dazu geneigt sind (40 Prozent), bestehende Java-Anwendungen für die Migration in die Cloud zu modifizieren.

Doch die Teilnehmer sehen in der Cloud auch zukünftig einen Trend. Laut des Surveys wird die Zahl der Java-Anwendungen, die in der Cloud laufen, in den nächsten zwei Jahren deutlich steigen. 32 Prozent der Befragten erwarten, dass sie in zwei Jahren fast zwei Drittel ihrer Java-Anwendungen in der Cloud betreiben werden.

Hierfür richtete der Survey seinen Blick auch auf die wichtigsten Technologien rund um Cloud-native. Docker, Kubernetes und Jakarta EE belegen dabei das Siegertreppchen. Aber auch Spring Boot und Eclipse MicroProfile sind unter den Top 5 vertreten.

Weitere Ergebnisse

Wo entwickelt wird, kommen oftmals mehrere Sprachen zum Einsatz. Bei der Jakarta-EE-Community sind das in erster Linie – wer hätte es gedacht – Java (95 Prozent). Aber auch JavaScript (59 Prozent), Python (21 Prozent) und C/C++ (14 Prozent) werden häufig genutzt. Schlusslicht bildet C# (12 Prozent).

Alle weiteren Ergebnisse des Jakarta EE Developer Surveys 2019 stehen zum Nachlesen bereit.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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