Ein Blick in die Glaskugel

Cloud, Container und Co: 5 IT-Prognosen für 2016

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Andrey_Popov

Die VMTurbo-Gründer Yechiam Yemini und Yuri Rabover sowie der Principal Solutions Engineer Eric Wright haben einen Blick in die Zukunft gewagt und einige Trends für’s kommende Jahr identifiziert.

Ihre Prognosen stützen sich dabei sowohl auf ihre eigene Erfahrung als auch auf die Ergebnisse zweier Umfragen, die im „State of the Cloud Report“ (RightScale) und im „The State of Latency, Containers & Microservices Report“ (VMTurbo) niedergelegt sind. Neben einigen allgemeineren Vorhersagen wie etwa die, dass 2016 zeigen wird, dass der Sicherheit im gesamten Technologie-Stack bislang zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wurde, stellen sie 5 zentrale Prognosen auf:

1. Die Cloud läuft On-Premise-Lösungen den Rang ab

Wie die von den VMTurbo-Experten zu Rate gezogenen Untersuchungen zeigten, verfolgen 82 % der befragten Unternehmen bereits eine Hybrid-Cloud-Strategie; mehr als die Hälfte der Unternehmen gab an, dass mehr als 20 % ihrer Anwendungen für den Cloudbetrieb bereit sind.

Traditionelle Lösungsanbieter sollten laut Rabover deshalb auf der Hut sein – nur diejenigen, die der Adoption und dem einfachen Deployment von öffentlichen und Hybrid-Cloud-Modellen Vorschub leisten, werden seiner Ansicht nach zu den Gewinnern am Markt gehören.

2. Cloud-native Anwendungen gewinnen an Bedeutung

Rabover zufolge wird der Großteil der neu entwickelten und in öffentlichen Clouds bereitgestellten Anwendungen dem zustandslosen Scale-Out-Modell folgen. Die zunehmende Bedeutung von privaten Cloud-Plattformen, so Rabover weiter, wird zudem die Übernahme von Continuous-Integration- bzw. Continuous-Delivery-Praktiken praktisch unumgänglich machen. Die Zeichen stehen dabei nicht unbedingt schlecht: Im Rahmen der RightScale-Umfrage gaben 71 % der Unternehmen an, einen DevOps-Ansatz zu verfolgen – was in manchen Fällen allerdings nicht viel heißen dürfte.

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3. Die traditionelle Virtualisierung verliert an Bedeutung

Die traditionelle Hypervisor-Virtualisierung wird zugunsten von Bare-Metal-Containern und quelloffenen Alternativen an Bedeutung verlieren. Rabover prognostiziert, dass hyperkonvergierte und zusammensetzbare Angebote den Übergang von einzelnen Server-Farmen hin zu verbundenen Compute-Network-Storage-Pools einleiten und die konventionelle Virtualisierung überflüssig machen werden.

4. Container werden ausgereifter und besser geeignet für den Unternehmenseinsatz

25 % der Teilnehmer der VMTurbo-Umfrage gaben an, Container bereits zu nutzen oder deren Nutzung zu erwägen. Wrights Prognose zufolge wird Docker u. a. dank Integration mit Kitematic, SocketPlane, Tutum und anderen künftig zwar immer „unternehmensfreundlicher“. Allerdings wird sein Name nicht mehr automatisch der erste sein, der im Zusammenhang mit Containern fällt: Im Hinblick auf die Container-Orchestrierung etwa spricht Wright von Kubernetes als dem „neuen Docker“. Weitere heiße Themen werden Wright zufolge Fragen der Sicherheit sowie die ersten Ergebnisse der Arbeit der Open Container Initiative, die sich den Kampf gegen die Fragmentierung des Container-Marktes auf die Fahnen geschrieben hat, sein.

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5. Alle Daten werden zu Big Data

In den vergangenen Jahren stiegen die anfallenden Datenmengen exponentiell an – ein Trend, der sich auf absehbare Zeit nicht umkehren wird. Der Schlüssel zum Erfolg liegt deshalb in einer möglichst effektiven Verarbeitung großer Datenmengen, wobei Technologien wie Hadoop mit seinem PPP(Partitioning, Parallelizing, Phasing)-Ansatz eine besondere Bedeutung bescheinigt wird.

Aufmacherbild: Businessman Predicting Future With Crystal Ball von Shutterstock / Urheberrecht: Andrey_Popov

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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