IT-Analyse-Plattform Graylog erhält 2,5 Millionen US-Dollar

Michael Thomas

Graylog Logo (Quelle: www.graylog.com)

Graylog, das Unternehmen hinter dem gleichnamigen Open Source-Tool, konnte in einer kürzlich beendeten Finanzierungsrunde 2,5 Millionen US-Dollar einsammeln. Der Großteil des Kapitals stammt von dem Risikokapitalgeber Mercury Fund, dessen Partner Aziz Gilani in den Vorstand des Unternehmens aufsteigt. Das Geld soll vor allem in Graylogs Produktentwicklung fließen, um Unternehmenskunden einen besseren Service und Support bieten zu können und sich somit als feste Alternative zu anderen Analyseplattformen wie Splunk zu etablieren.

Über Graylog

Graylog ist eine voll integrierte Plattform für das Sammeln, die Indexierung und die Analyse von sowohl strukturierten als auch unstrukturierten Daten aus beinahe jeder beliebigen Quelle. Komponenten, die nicht von Graylog selbst entwickelt wurden, umfassen u.a. MongoDB (für Metadaten) und Elasticsearch (für die Speicherung von Logdateien und die Textsuche).

Für das Erfassen von Daten bietet Graylog flexible Eingangstypen wie syslog, plaintext sowie das Graylog-eigene Format GELF (Graylog Extended Log Format ), das die Vorstrukturierung von Messages vor ihrer Versendung erlaubt; „Extractors“ ermöglichen die Umwandlung von unstrukturierten Daten in strukturierte Informationen.

Auf Grundlage definierter Regeln suchen Echtzeit-„Streams“ nach spezifischen Message-Bedingungen. Sie können aber auch genutzt werden, um Daten nach Hardware, Softwaretyp, Anwendungs-Stack oder beliebigen anderen Attributen zu kategorisieren. Außerdem kann der Zugriff auf bestimmte Usergruppen beschränkt werden.

Jede Analyse und jedes Suchergebnis kann als Widget zu einem Dashboard hinzugefügt werden. Somit können Seiten erstellt werden, die auf einen Mausklick hin sämtliche relevanten Daten anzeigen. Die Daten werden dabei konstant aktualisiert und um Ressourcen zu sparen dynamisch gecached.

Das von Graylogs Webinterface genutzte REST-API kann genutzt werden, um eigene Monitoring-, Reporting- und Automatisierungssysteme an Graylog anzuhängen. Ein flexibles Ausgangs-Routing ermöglicht das Versenden von Teilmengen von Daten an Splunk, Informatica und andere Systeme.

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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