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Mit der neuen Open-Source-Plattform von Google, IBM und Lyft Microservices managen

Gabriela Motroc

© Shutterstock / Lightspring

Google, IBM und Lyft haben das Alpha Release von Isto angekündigt – einem brandneuen Open-Source-Projekt, das Entwicklern dabei hilft Microservices zu verbinden, abzusichern, zu managen und zu überwachen. Das erste Release läuft auf Kubernetes, aber das Design an sich ist nicht plattformgebunden.

Microservices haben in der IT-Welt einiges an Staub aufgewirbelt, daran besteht kein Zweifel. Google, IBM und Lyft haben sich nun zusammengetan, um Istio zu entwickeln. Istio ist eine Open-Source-Plattform, die Entwickler ermöglicht, verschiedene Microservices nahtlos zu verbinden, zu managen und abzusichern – unabhängig von der Plattform oder dem Anbieter.

„Istio bietet Entwicklern fein-granulare Übersicht und Kontrolle über den Traffic, ohne das Änderungen am Awendungscode nötig sind. Es liefert den CIOs und CSOs die Tools, die sie brauchen, um Security und Compliance-Anforderungen quer durch das Unternehmen durchzusetzen“, erklärt Varun Talwar, Produktmanager Cloud Service Platform bei Google, in einem Blogpost.

Das will Istio

Betriebler müssen immer auf den neusten Stand sein, was den Zustand ihres Clusters und ihre Microservices anbelangt. Istio produziert detaillierte Monitoring-Daten über die Anwendungen sowie das Netzwerkverhalten und nutzt dafür Prometheus und Grafana. Die Plattform lässt sich einfach ausbauen, um Metriken und Logs an jegliche Sammel-, Aggregierungs- und Querying-Systeme zu senden. Istio ermöglicht die Analyse von Performance-Hotspots und die Diagnose von verteilten Fehler mit dem Tracing von Zipkin.

Bei der Entwicklung von Microservices müssen Operators davon ausgehen, dass das Netzwerk unzuverlässig ist. Operators können Retrys, Load Balancing, Flow Control (HTTP/2) und Circuit Breaker nutzen, um einigen der häufigsten Fehler eines unzuverlässigen Netzwerks zu entgehen. Istio bietet einen einheitlichen Ansatz, um diese Features zu konfigurieren. Das macht es einfacher, ein resilientes Servicenetz zu betreiben.

Sehen Sie auch im JAX TV: Wie man Kubernetes-Architekturen mit Prometheus überwacht

Entwickler können Features in der Sprache ihrer Wahl schreiben, während Istio sich um die Resilienz und Netzwerke kümmert. Entwickler müssen so Problemlösungen für verteilte Systeme nicht in ihren Code packen. Die Plattform verbessert die Produktivität außerdem mit A/B-Tests, Canary-Tests und Fault Injection.

Istio unterstützt Teams mit unterschiedlichen Schwerpunkten dabei unabhängig voneinander zu agieren. Es entkoppelt den Betrieb von Clustern vom Entwicklungszyklus der Features. Zusätzlich erlaubt die Plattform die Verbesserung von Security, Monitoring, Skalierung und Service-Topologie ohne Codeänderungen. Die Operators können einen Teil des Produktions-Traffics umlenken, um neue Service-Releases zu testen. Sie können Fehler oder Verzögerungen einbauen, um die Resilienz der Services zu testen, und können Obergrenzen setzen, damit Services nicht überlastet werden.

Laut Talwar sei die Open-Source-Plattform nur ein Teil einer Lösung, die dabei helfe Micoservices einfacher zu bauen, zu deployen, zu konsumieren und zu managen. „In großen Unternehmen mit verschiedenen Umgebungen und der weitverbreiteten Nutzung von Third-Party-Software wollen Entwickler Services plattformunabhängig finden, instantiieren und konsumieren. Entwickler brauchen schneller Time-to-Market und eine einfache Art und Weise, um Nutzung und Kosten zu tracken“, erklärt er.

Das Unternehmenstrio hat gerade die Version 0.1 veröffentlicht, das auf einem Kubernetes-Cluster läuft. Der nächste Release (0.2) wird auf mehreren Kuberntes-Clustern laufen und einige Basisfunktionen für hybrides Deployment unterstützen.

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Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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