MQTT-Broker für das Internet der Dinge

IoT: MQTT-Broker HiveMQ 4.2 ist erschienen

Katharina Degenmann

© Shutterstock / StudioSmart

Der Java-basierte MQTT-Broker HiveMQ ist in einer neuen Version erschienen. HiveMQ 4.2 bietet unter anderem automatisierte Backups und ein erweitertes SDK.

HiveMQ ist ein Broker für das Internet-of-Things-Protokoll MQTT. Das Projekt stammt aus dem Hause des Landshuter Unternehmens dc-square, ist auf den professionellen Einsatz im Rahmen der Machine-to-Machine-(M2M-)Kommunikation spezialisiert und bietet neben einer hohen Performance und der Cluster-Funktionalität auch ein Java-basiertes Open-Source-Plug-in-System. Neben den kommerziellen Varianten „Professional“ und „Enterprise“ steht seit Frühjahr 2019 auch eine Apache-2.0-lizensierte Open-Source-Edition zur Verfügung.

Neue Features

Die neue Hauptversion hat zahlreiche Verbesserungen und neue Features im Gepäck, so auch eine neue Backup- und Restore-Funktion, um clusterweite Backups für die eigenen MQTT-Plattformdaten zu erstellen. Hierfür wurde das Control Center integriert, in dem die Backups erstellt und heruntergeladen werden können.

Quelle: hivemq

Darüber hinaus kann im Control Center auch eine Backup-Datei hochgeladen werden, um einen clusterweiten Restore durchzuführen. Im Katastrophenfall können die Backup-Dateien also dazu verwendet werden, um jeden früheren Clusterzustand wiederherzustellen. Allerdings ist die neue Backup- und Restore-Funktion nur für Kunden der HiveMQ Professional Edition und der HiveMQ Enterprise Edition, also nur als kommerzielle Variante verfügbar.

Mit Version 4.2 ist zudem ein Audit-Log neu mit an Bord, der neben der Log-Datei mithilfe technischer Informationen ein Log erstellt, das alle Nutzeraktionen im HiveMQ Control Center protokolliert. Das Audit-Log soll so die Rekonstruktion der durchgeführten Benutzerinteraktionen erleichtern.

SDK bekommt Erweiterungen spendiert

Die aktuelle HiveMQ-Version erweitert außerdem das SDK um einige Neuerungen und neue APIs. Die Änderungen richten sich weitgehend an Nutzer aller Varianten – auch der Community Edition. So wurden unter anderem Methoden hinzugefügt, um mit Daten in großen MQTT-Clustern arbeiten zu können, ohne dabei die kompletten Daten im Speicher unterbringen zu müssen. Mithilfe der Methoden sei es daher möglich, alle APIs auch in Deployments mit Millionen von MQTT-Clients zu nutzen.

Speziell für Nutzer der Community-Edition stehen neue Dienste wie etwa der SubscriptionStore zur Verfügung, um auf alle MQTT-Subscriber samt ihrer Subscriptions Zugriff zu haben. Mit dem ClientStore hat man Zugriff auf alle MQTT-Sessions im Cluster, und mit dem neuen AdminService kann man Informationen über den Zustand von Server und Broker und somit auch automatisierte Health-Checks abfragen. Neue Interceptors wie beispielsweise der SubscribeInboundInterceptor und der ConnectInboundInterceptor ermöglichen das Modifizieren eingehender MQTT SUBSCRIBE – beziehungsweise MQTT CONNECT-Paket.

Alle weiteren Informationen zum Release stehen auf der offiziellen Homepage zum Nachlesen bereit.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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