Ionic 2: Beta-Version des quelloffenen Frameworks für mobile Hybrid-Apps verfügbar

Michael Thomas

Ionic-Logo (Quelle: ionicframework.com)

Das Entwicklerteam hinter dem quelloffenen Framework Ionic hat die Veröffentlichung der Beta-Version von Ionic 2 bekannt gegeben. Die kommende Hauptversion wird sich der Ankündigung zufolge unter anderem auf architektonische sowie Performance-Verbesserungen konzentrieren.

Bei Ionic handelt es such um ein quelloffenes Framework, das fertige Frontend-Komponenten für die Entwicklung von mobilen plattformübergreifenden Apps auf der Basis von HTML5, CSS3, SASS und AngularJS bietet. Aktuell ist eine erste Beta-Version von Ionic 2 verfügbar.

Den Aussagen des Projektleiters Adam Bradley zufolge wird sich die kommende Hauptversion wie schon Ionic 1.0 in Architekturhinsicht auf AngularJS stützen – allerdings nunmehr auf AngularJS 2. Um in diesem Zusammenhang möglicherweise aufkeimende Bedenken von Ionic-Nutzern (à la „kann ich meine mit Angular 1 erworbenen Fähigkeiten auch weiterhin anwenden?“) bereits im Vorfeld zu zerstreuen, stellt Bradely klar, dass diese seiner Ansicht nach nichts zu befürchten hätten: So handele es sich bei AngularJS im Grunde um eine Sammlung von Meinungen darüber, wie JS-Anwendungen zu Bauen sind. Diese Meinungen seien auch mit einem Wechsel der zugrundeliegenden Implementierung und Sprache weiterhin gültig.

While it may look different from what you’re used to, the benefit is the entire web industry is moving towards this standard set of technologies, so your skills will adapt to other projects beyond Ionic and Angular 2. That wasn’t the case with Angular 1.

In späteren Ionic-Versionen soll das Framework von AngularJS-2-Vorteilen wie dem serverseitigen Rendering, Cross-Platform-Views und Web-Workern profitieren.

Weitere Neuerungen

Abgesehen von den architektonischen Änderungen besteht eine der größten Neuerungen in Ionic 2 in der Art und Weise der Navigation. In Version 1 gestaltete sich vor allem die Navigation zwischen einer Standardseite und einer Registerseite schwierig; zudem führte der Zugriff über verschiedene Seiten auf die selbe Seite zu dupliziertem Code und komplizierten UI-Router-Definitionen. Ionic 2 geht hingegen einen neuen Weg:

It now works like a stack—you push a new page onto the stack to go to it and pop from the stack when you want to go back. Pages can be nested infinitely and a page can live anywhere in the app without having to define unique routes for it as in v1. For example, navigating inside modals and tabs Just Works with zero extra router configuration required.

Darüber hinaus wurden (dem Slogan „write once, deploy everywhere“ bzw. dem Konzept der Plattformkontinuität folgend) die im iOS-Stil gehaltenen Komponenten überarbeitet und ein vollständiger Material-Design-Support für Android-Anwendungen eingeführt. Als weitere Neuerungen sind die TypeScript-Unterstützung, ein komplett überarbeitetes Animationssystem sowie, mit Ionic Native, ein Wrapper für Cordova-Plug-ins zu nennen.

Eine vollständige Übersicht über die neuen Features sowie die angedachte Roadmap findet sich in der offiziellen Ankündigung der Beta-Version. Alternativ können alle Interessierten auch einen Blick auf folgendes Video mit Adam Bradley riskieren:

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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